Sonntag, 19. November 2017

14. Mai 2017 17:26 Uhr

Kommentar

Hackerangriffe: Die Sicherheit im Netz ist und bleibt brüchig

Die rasante Ausbreitung eines Trojaners, der britische Krankenhäuser und Rechner bei der Bahn lahmlegte, wurde zwar schnell gestoppt. Doch das ist nur ein schwacher Trost.

i

Der Hackerangriff hatte unter anderem Folgen für die Anzeigetafeln der Deutschen Bahn.
Foto: Rolf Vennenbernd, dpa (Symbolbild)

Die Vorstellung ist unheimlich: Von einer Sekunde auf die andere sind alle Dateien weg, in der Gewalt krimineller Cyber-Erpresser, die Lösegeld fordern, um sie wieder freizugeben. Da ist es nur ein schwacher Trost, dass die Internet-Attacke vom Freitag vergleichsweise früh gestoppt wurde (mehr zum Hackerangriff lesen Sie hier). Denn was bleibt, ist das Gefühl, den Machenschaften der Hacker immer öfter hilflos ausgesetzt zu sein.

Geheimdienste dürfen ihr Wissen nicht für sich behalten

Solange es um Urlaubsfotos oder persönliche Dokumente geht, ist das ärgerlich. Gefährlich wird es dann, wenn ein Virus – wie jetzt geschehen – Krankenhäuser lahmlegt oder beispielsweise den Bordcomputer von Flugzeugen oder selbstfahrenden Autos infiziert. Damit das nicht geschieht, wird schon jetzt eine große Menge Geld in IT-Sicherheit investiert. Aber viele Firmen und Einrichtungen müssen sich in diesem Bereich noch besser aufstellen. Denn oft sind es winzige Schlupflöcher, durch die Hacker in fremde Netzwerke eindringen. Um diese Löcher zu stopfen, braucht es Profis.

ANZEIGE

Vor allem aber darf es nicht sein, dass Geheimdienste ihr Wissen über Sicherheitslücken für sich behalten, um sie für ihre eigenen Zwecke zu nutzen. Eine Organisation, die so handelt, gefährdet Menschen auf der ganzen Welt.

i



Alle Infos zum Messenger-Dienst