Donnerstag, 22. Februar 2018

16:23 Uhr

Apple-News-Blog

Indische "Textbombe": Not-Update gegen den Bug

Ein Notfall-Update soll gegen Abstürze helfen. MacOS Nutzer müssen Twitter bald anders installieren. Warren Buffett investiert noch mehr Geld in Apple. Mehr dazu hier im News-Blog.

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Apple: Infos und News zu iPhone, iPad, iOS und mehr

20. Februar: Apple bringt Notfall-Update wegen des indischen Zeichens

Apple hat am Montagabend ein Notfall-Update veröffentlicht, um einen unschönen Bug zu beheben. iPhone, iPad und iPod touch ließen sich nämlich mit einer bestimmten Zeichenfolge - Medienberichten zufolge könnten es Zeichen der indischen Sprache Tegulu sein - zum Absturz bringen oder in eine Endlosschleife zwingen. Dazu mussten die Zeichen lediglich per Nachricht aufs Gerät geschickt werden. Auch wenn die Zeichen in einem Namen versteckt oder über Facebook verbreitet wurden, konnte dies zum Absturz der Geräte führen.

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Diese "Textbomben" entschärft Apple jetzt per iOS 11.2.6 und dem macOS High Sierra 10.13.3 Supplemental Update. Nutzern von iPhone und iPad wird geraten, das Update umgehend einzuspielen.

Sowohl Facebook als auch Twitter hatten kurz zuvor ebenfalls auf den Bug reagiert und bestimmte Schriftzeichen auf ihre Spam-Liste gesetzt, so dass diese nicht mehr verbreitet werden können.

19. Februar: Twitter stoppt seine App für Macs

Nutzer von Apple-Rechnern müssen künftig auf ein von Twitter selbst zur Verfügung gestelltes Programm zur Installation des Kurznachrichtendienstes verzichten. Die entsprechende App für macOS werde ab sofort nicht mehr zum Download angeboten, teilte Twitter mit. Für bestehende Installationen gebe es außerdem nur noch bis Mitte März einen technischen Support. 

Twitter begründet den Schritt mit Bemühungen, das Nutzererlebnis unabhängig vom Betriebssystem einheitlicher gestalten zu wollen. Das Unternehmen empfiehlt, den Dienst auf Macs im Browser über die Twitter.com-Seite zu nutzen. Alternativ steht auch die hauseigene Web-Anwendung Tweetdeck kostenlos zur Verfügung.

16. Februar: Indische Textbombe lässt  iPhones einfrieren

Medienberichten zufolge kann das Eintippen eines bestimmten Zeichens der indischen Sprache Telugu das Betriebssystem diverser Apple-Geräte abstürzen lassen. SPIEGEL ONLINE berichtet, dass der italienische Techblog Mobile World den Fehler entdeckt habe. Danach seien zahlreiche Anwendungen auf den Betriebssystemen MacOS, iOS und watchOS betroffen - unter anderem die Notizen-App, WhatsApp, der Facebook-Messenger und Browser wie Safari, Firefox und Chrome. In Europa dürfte dass fragliche Zeichen nicht weit verbreitet sein, doch weltweit sprechen fast 80 Millionen Menschen Telugu.

Mittlerweile hat Apple laut Heise.de die Textbombe erkannt und kündigt eine baldige Entschärfung an.

15. Februar: Warren Buffett vergrößert seine Beteiligung an Apple

US-Staranleger Warren Buffett setzt weiter in großem Stil auf den iPhone-Hersteller Apple. Im vierten Quartal baute seine Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway ihren Anteil an dem kalifornischen Tech-Riesen um 23 Prozent auf rund 165 Millionen Aktien aus, wie am Mittwoch (Ortszeit) aus einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht hervorging. Die Beteiligung hatte zuletzt einen Wert von etwa 28 Milliarden Dollar und löste damit die US-Großbank Wells Fargo als Top-Position in Buffetts Portfolio ab. 

Nicht nur in iPhone-Macher Apple investiert Warren Buffet: Zudem legte Berkshire Hathaway einen Anteil im Wert von zuletzt rund 360 Millionen Dollar am Pharmakonzern Teva offen. Vom IT-Urgestein IBM hat Buffett hingegen genug - die Beteiligung schrumpfte im Schlussquartal um 94 Prozent auf nur noch zwei Millionen Aktien im Wert von gut 300 Millionen Dollar. 2011 hatte Berkshire Hathaway mehr als zehn Milliarden Dollar in den seit langem unter Umsatzschwund leidenden Computer-Dino gesteckt. Das Investment entpuppte sich jedoch als Flop - so etwas kommt selbst bei Buffett mal vor.

13. Februar: Hat ein Praktikant den Quellcode mitgehen lassen?

Der auf der Plattform GitHub veröffentlichte iOS-Quellcode von Apple stammt offenbar von einem Praktikanten. Er soll den Code während seines Praktikums im Jahr 2016 entwendet und zunächst nur mit einigen Freunden geteilt haben, wie US-amerikanische Medien berichten. Zwar hätte er mit seinen Freunden vereinbart, den Code nicht zu veröffentlichen. Doch offenbar geriet die Situation letztlich außer Kontrolle, sodass der Code in fremde Hände und schließlich ins Internet geriet. Apple hat sich bislang nicht zu den neuen Entwicklungen geäußert.

12. Februar: Polizei warnt vor Phishing-Mails

Mit gefälschten Kaufbestätigungen aus dem iTunes-Store versuchen Betrüger, Nutzern ihre Apple-ID zu entlocken. Derzeit würden für solche Phishing-Mails insbesondere Namen bekannter Musikstreaming-Dienste missbraucht, warnt das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen.

Die Nachrichten sollen den Empfänger, der nichts bestellt oder abonniert hat, aus der Reserve locken. Das Kalkül der Täter: Der Nutzer klickt direkt auf Links wie "Abonnement beenden" oder "Cancel purchase" in der Mail. Die führen jedoch auf eine perfekt gefälschte Apple-Seite, wo dann Apple-ID- und Passwort abgefischt werden sollen.

Um den Handlungsdruck zu erhöhen, wird in den Mails angemerkt, dass es einen Fremdzugriff aufs eigene Apple-Konto gegeben haben könnte.

Am besten löschen Empfänger solche Mails gleich. Außerdem rät das LKA unbedingt zum Einrichten der Zweifaktor-Authentifizierung für die Apple-ID. Dann haben Angreifer selbst mit Passwort keinen Zugriff auf das Konto, weil bei der Anmeldung zusätzlich ein Überprüfungscode eingegeben werden muss, der dem Nutzer etwa auf seinem Smartphone angezeigt wird.

9. Februar: iOS-Quellcode im Netz geleakt. Was sagt Apple?

Experten sprechen vom "größten Leak in der Geschichte": Auf der Plattform GitHub wurde ein iOS-Quellcode veröffentlicht. Dieser Quellcode für iOS 9 ist fester Bestandteil des Sicherheitsmodus' für iPhone und iPad, sobald diese eingeschaltet werden. Durch den Quellcode-Leak könnten nun Sicherheitslücken entstehen, da der Code frei zugänglich ist und somit auch Hacker nach Schwächen darin suchen können.
Apple hingegen sagte jüngst in einem Statement gegenüber TechCrunch, der Quellcode sei veraltet. Die Sicherheit der iPhones hinge zudem nicht vollständig von diesem Teil des Codes ab, bestehe das iPhone doch aus verschiedenen Schichten von Hardware und Software, die zur Sicherheit beitragen. Zudem handele es sich um einen Quellcode, den Apple vor dreieinhalb Jahren nutzte.

Apple startet den Verkauf seines HomePod-Lautsprechers

Apple hat am Freitag seinen vernetzten Lautsprecher HomePod in den Handel gebracht und steigt damit in einen bisher von Sonos, Amazon und Google besetzten Markt ein. Ähnlich wie bei der Konkurrenz kann der HomePod Musik abspielen und auf Sprachbefehle reagieren. Apple will bei den Nutzern allerdings mit einer besseren Sound-Qualität als bei den Rivalen punkten. Der Preis ist mit 350 Dollar deutlich höher als bei den meisten Konkurrenz-Lautsprechern.

Als erste konnten am Freitag Kunden in Australien den HomePod ausprobieren, er kommt zum Debüt auch in Großbritannien und den USA auf den Markt. Der Start in Deutschland und Frankreich ist ohne konkreteren Termin für Frühjahr angekündigt.

Apple hatte den HomePod erstmals im Juni vorgestellt und wollte ihn ursprünglich noch bis Ende vergangenen Jahres herausbringen. Der Konzern konnte den Zeitplan jedoch nicht halten. Laut Medienberichten brauchte die Software länger - und an ihr wird weitergearbeitet. So ist zum Start ist die angekündigte Möglichkeit, zwei HomePods zu einem Paar zusammenzuschalten, noch nicht vorhanden. Und auch die Software AirPlay 2, mit der mehrere Lautsprecher in verschiedenen Räumen besser gesteuert werden können, ist noch nicht fertig. Die Funktionen sollen per Software-Update nachgereicht werden.

Apple arbeitete an dem HomePod bereits seit sechs Jahren und betont, dass es zuallererst ein Gerät für hochwertige Musik-Wiedergabe sein soll. Die HomePod-Software soll den Klang automatisch an die Akustik des Raums anpassen. In dem zylindrischen Lautsprecher steckt ein Ring aus sieben Hochtönern, die für einen räumlichen Sound zuständig sind.

8. Februar: iPhone-Verkaufsverbot - Qualcomm und Apple landen vor Gericht

Der Chiphersteller Qualcomm will Apple den Verkauf seiner neuen iPhone-Modelle in Deutschland verbieten lassen - seit Donnerstag verhandelt das Münchner Landgericht darüber. Qualcomm wirft Apple vor, in seinen Smartphones patentrechtlich geschützte Technologien zu verwenden, ohne dafür zu zahlen.

Beide Konzerne sind in Kalifornien zuhause - auch dort streiten sich beide Parteien vor Gericht. Die deutschen Gerichte gelten im Vergleich zu amerikanischen aber als schneller und freundlicher gegenüber Patentinhabern - auch deshalb hat Qualcomm in München und in Mannheim zwei weitere Klagen eingereicht.

In dem Streit klagte zunächst Apple mit dem Vorwurf, der Halbleiter-Spezialist verlange zu viel für Patentlizenzen und forderte eine Milliarde Dollar Rabatt-Zahlungen, die Qualcomm zunächst zugesagt habe, dann aber zurückgehalten habe. Der Chip-Hersteller konterte, Apple verfälsche Tatsachen und habe Regulierer zu Attacken angestachelt. Im Juli 2016 warf Qualcomm in weiteren US-Klagen Apple die Verletzung von sechs Patenten vor und will die Einfuhr von iPhones mit Intel-Funkchips in die USA verbieten lassen. Qualcomm-Chips sorgen in den meisten Smartphones für die Funkverbindung. Erst seit zwei Jahren baut Apple in einen Teil der iPhone-Modelle - die vor allem in Europa verkauft werden - Chips von Intel ein. 

Bei den Klagen in Deutschland geht es aber auch um eine Technologie, mit der der Stromverbrauch eines Smartphones an die momentane Aufgabe angepasst wird. Dazu gehört auch eine Methode, bei einer Videoübertragung mehrere Datenübertragungsspuren zu bündeln. Wegen angeblicher Patentverletzung will Qualcomm einen Einfuhr- und Verkaufsstopp für iPhones in Deutschland erreichen und verlangt auch Schadenersatz. Apple beantragte, die Klage abzuweisen. Zum Auftakt des Prozesses wurde ein Streitwert von 20 Millionen Euro festgesetzt.

7. Februar: Brüssel recherchiert zum Kauf der Musikerkennungs-App Shazam

Die EU-Kommission hat Bedenken gegen die Übernahme der populären Musikerkennungs-App Shazam durch Apple geäußert. Es bestehe die Sorge, dass die Übernahme nachteilige Auswirkungen auf den Wettbewerb habe, erklärte die Kommission am Dienstag in Brüssel. Deshalb werde die Behörde die geplante Übernahme auf Bitte der EU-Länder Österreich, Frankreich, Italien, Spanien und Schweden sowie von Norwegen und Island prüfen.

Apple und Shazam hatten im Dezember mitgeteilt, dass der iPhone-Hersteller die Musikerkennungs-App aufkauft. Branchenexperten zufolge liegt der Kaufpreis bei etwa 400 Millionen Dollar (322 Millionen Euro).

Mit dem Deal will der US-Konzern seinen Musikstreamingdienst Apple Music voranbringen, der nach wie vor deutlich hinter dem Marktführer Spotify zurückliegt. Das in London ansässige Shazam hilft Musikfreunden weiter, die ein Lied aus dem Radio, in der Bar oder auf der Party mögen, aber nicht wissen, um welches es sich handelt. Die Smartphone-App identifiziert den Titel und verweist dann sogleich auf Internetseiten, wo er gegen Zahlung gehört werden kann.

Apple-ID-Phishing durch gefakte  iTunes-Bestätigungen

Mit gefälschten Kaufbestätigungen aus dem iTunes-Store versuchen Betrüger, Nutzern ihre Apple-ID zu entlocken. Derzeit würden für solche Phishing-Mails insbesondere Namen bekannter Musikstreaming-Dienst missbraucht, warnt das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen. Die Nachrichten sollen den Empfänger, der nichts bestellt oder abonniert hat, aus der Reserve locken. Das Kalkül der Täter: Der Nutzer klickt direkt auf Links wie "Abonnement beenden" oder "Cancel purchase" in der Mail. Die führen jedoch auf eine perfekt gefälschte Apple-Seite, wo dann Apple-ID- und Passwort abgefischt werden sollen.

Um den Handlungsdruck zu erhöhen, wird in den Mails angemerkt, dass es einen Fremdzugriff aufs eigene Apple-Konto gegeben haben könnte. Am besten löschen Empfänger solche Mails gleich. Außerdem rät das LKA unbedingt zum Einrichten der Zweifaktor-Authentifizierung für die Apple-ID. Dann haben Angreifer selbst mit Passwort keinen Zugriff auf das Konto, weil bei der Anmeldung zusätzlich ein Überprüfungscode eingegeben werden muss, der dem Nutzer etwa auf seinem Smartphone angezeigt wird.

5. Februar: iPhone X zickt als Telefon - bei Anruf Schwarz

Neuer Ärger für Apple: Medienberichten zufolge scheint ausgerechnet sein Smartphone-Flaggschiff iPhone X sich manchmal zu weigern, Anrufe entgegen zu nehmen. "Das Telefon klingelt, der Bildschirm bleibt dunkel", nörgelt beispielsweise Spiegel Online. Die alte Klischee-Frage "Kann man denn damit auch telefonieren?" muss so mancher Benutzer im Moment wohl mit einem resignierten "Manchmal" beantworten.

2. Februar: Apple präsentiert Rekordzahlen - doch die Prognose bleibt unter den Erwartungen

Apple ist nach Berechnungen von Marktforschern dank dem Erfolg des neuen iPhone X im vergangenen Weihnachtsgeschäft erneut an die Spitze im Smartphone-Markt vorgestoßen. Der iPhone-Konzern sei knapp am Dauer-Marktführer Samsung vorbeigezogen, erklärte die Marktforschungsfirma Strategy Analytics in der Nacht zum Freitag. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Apple im Weihnachtsquartal Samsung überholt - im restlichen Jahresverlauf die Krone aber wieder abgeben muss.

Der Gewinn von Apple durch das iPhoneX im Weihnachtsgeschäft stieg im Jahresvergleich um zwölf Prozent auf gut 20 Milliarden Dollar. Den bisherigen Rekord hatte Apple im Weihnachtsquartal 2015 mit 18,4 Milliarden Dollar Gewinn erzielt. Zugleich ging der iPhone-Absatz aber im Jahresvergleich um eine Million Geräte auf 77,3 Millionen zurück. Das könnte daran gelegen haben, dass das iPhone X erst im November statt wie sonst üblich schon im September in den Handel kam.

Die Prognose für Apple für das laufende Vierteljahr verfehlte zugleich die Erwartungen der Analysten. Das könnte darauf hinweisen, dass sich das iPhone X nach dem ersten Schub nun doch schlechter verkauft als gedacht. Apple rechnet für das angebrochene Quartal mit Erlösen in einer Spanne zwischen 60 und 62 Milliarden Dollar. Analysten hatten eher mit 65 Milliarden gerechnet. Von Januar bis März 2017 hatte Apple einen Umsatz von knapp 53 Milliarden Dollar verbucht.

1. Februar: Apple setzt der Messenger-App "Telegram" den Stuhl vor die Tür

Die Kurzmitteilungs-App Telegram ist aus dem App Store von Apple entfernt worden. Gründer Pawel Durow schrieb am Donnerstag bei Twitter, man sei von dem iPhone-Konzern darauf hingewiesen worden, dass über die zwei Versionen der App unangemessene Inhalte verbreitet worden seien. Deshalb habe Apple sie von der Download-Plattform verbannt. "Wir rechnen damit, dass die Anwendungen in den App Store zurückkehren, wenn wir Schutzmechanismen eingeführt haben", erklärte Durow aus Zürich.

Von Apple gab es zunächst keinen Kommentar dazu. Durow ließ auch offen, um welche Art von Inhalten es dabei gegangen sei. Telegram war in der Vergangenheit wiederholt wegen der Verbreitung von Terror-Propaganda kritisiert worden. Zugleich sehen die App-Store-Regeln strikte Einschränkungen für die Verbreitung nicht jugendfreier Inhalte vor.

Durow hatte zunächst den russischen Facebook-Klon VKontakte gegründet, gab die Kontrolle über die Firma jedoch unter dem Druck des Kreml ab. Mit Telegram gründete er danach einen Messaging-Dienst, der mit effizienter Verschlüsselung wirbt. IT-Sicherheitsexperten äußerten allerdings immer wieder Zweifel daran, wie robust die hauseigenen Krypto-Algorithmen von Telegram sind. Durows Firma hat keinen festen Sitz, sondern die Mitarbeiter ziehen von einer Stadt zur anderen.

Apple könnte einem Gewinnrekord einfahren

Apple präsentiert am Donnerstag (ab 22.30 Uhr MEZ) seine Zahlen für das Weihnachtsquartal und könnte dabei bisherige Rekorde brechen. So trauen Analysten dem Konzern zu, die zwei Jahre alte Bestmarke von 18,4 Milliarden Dollar beim Quartalsgewinn zu übertreffen. Den Ausschlag dafür könnte das neue iPhone X geben, das teurer als bisherige Apple-Telefone ist.

Mit noch größerer Spannung wartet der Markt aber auf die Prognose von Apple für das laufende Vierteljahr. Zuletzt häuften sich Medienberichte und Analysten-Einschätzungen, wonach Apple die Produktion des iPhone X zurückfahren werde, weil es sich nicht so gut verkaufe wie erwartet. Solche Einschätzungen auf Basis von Informationen aus der Zuliefererkette lagen in der Vergangenheit auch schon daneben. Die Apple-Prognose könnte da für mehr Klarheit sorgen, auch wenn der Konzern sich traditionell nicht zum Absatz einzelner Modelle äußert.

Zugleich gab es auch gegenteilige Signale. So kam die Marktforschungsfirma Counterpoint zu dem Schluss, dass sich im US-Weihnachtgeschäft das iPhone X doppelt so gut verkaufte wie die ebenfalls neuen, aber günstigeren Modelle der 8er-Serie. Beim iPhone X füllt das Display fast die gesamte Frontseite aus und der Fingerabdruck-Scanner zum Entsperren wurde durch Gesichtserkennung ersetzt. Das Telefon ist mit einem Preis ab 1149 Euro dafür auch besonders teuer. Laut Medien und Analysten will Apple im Herbst weitere Modelle in dem Design vorstellen, während das ursprüngliche iPhone X nach einem Jahr aus der Produktion gehen könnte.

Die Geschäftszahlen des Weihnachtsquartals könnten auch dadurch beeinflusst werden, wann und wie Apple die anstehende Steuerzahlung von 38 Milliarden Dollar für seine gewaltigen Auslandsgewinne verbucht. Nach der Steuerreform muss die Abgabe im Gegensatz zu früher unabhängig davon bezahlt werden, ob das Geld in die USA gebracht wird. Apple kündigte aber bereits an, den Großteil der Auslandsreserven von zuletzt gut 250 Milliarden Dollar ins Heimatland zu bringen.

30. Januar: Apple kürzt Produktion des iPhone X - angeblich um 50 Prozent

Apple kürzt laut Medienberichten die Produktion des iPhone X um die Hälfte - wegen schwacher Nachfrage. Wie die japanische Zeitung Nikkei sowie das Wall Street Journal am Dienstag berichteten, sollen im ersten Quartal des Jahres nur noch 20 statt 40 Millionen dieser Smartphones hergestellt werden.

Unter Berufung auf Insider berichtete das Wall Street Journal zudem, dass der US-Konzern die Bestellungen von Bauteilen für das iPhone X um 60 Prozent zusammengestrichen habe.

Apple will am Donnerstag seine Geschäftszahlen für das letzte Quartal 2017 vorlegen. Dann wird sich das Unternehmen vermutlich auch erstmals zum Absatz seiner jüngsten iPhone-Version äußern.

26. Januar: 32-Bit-Apps droht das Aus beim Mac

Auf iOS-Geräten laufen 32-Bit-Apps seit dem Sprung auf iOS 11 bereits nicht mehr. Bald könnte es auch auf dem Mac soweit sein, berichtet Mac & i. Denn die Vorabversion für die nächste macOS-Ausgabe 10.13.4 warnt Nutzer von 32-Bit-Apps davor, das diese in Zukunft mit macOS inkompatibel sein werden. Entwickler dürfen bereits seit Anfang Januar Apps nur noch in 64-Bit-Ausführung in den Mac App Store einreichen. Entwicklern, die ihre Apps außerhalb des Stores anbieten, rät Apple ebenfalls zur Bereitstellung von 64-Bit-Versionen ihrer Programme. 

Der Umstieg auf reine 64-Bit-Apps unter iOS hatte im Herbst 2017 dazu geführt, dass viele ältere Programme, darunter auch etliche bekanntere Spiele, nicht mehr auf iPhone und iPad laufen - selbst wenn Nutzer sie einst gegen Geld im App Store gekauft haben. Auch auf dem Mac würde durch eine Ende der 32-Bit-Unterstützung vielen älteren Programmen und Spielen das Aus drohen.

25. Januar: Apple mit Sicherheits-Updates für macOS und iOS

Patchtag bei Apple: Das Unternehmen hat Version 11.2.5 seines Betriebssystems iOS für iPad, iPhone und den iPod touch veröffentlicht. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät zur schnellen Installation, da zahlreiche Sicherheitsverbesserungen enthalten sind. Unter anderem können Geräte nach dem Update nicht mehr über manipulierte Nachrichten zum Absturz gebracht werden. 

Ebenfalls an Bord: Unterstützung für Apples neuen vernetzten Lautsprecher Homepod. Nicht enthalten sind Optionen für mehr Informationen über den Batteriestatus von iPhones und eine Möglichkeit zum Ein- und Ausschalten der Leistungsdrosselung bei älteren iPhones. Sie sollen mit iOS 11.3 kommen, teilte Apple mit.

Für den Mac schiebt Apple Updates für macOS El Capitan, Sierra und High Sierra nach. Sie sollen unter anderem die Meltdown-Sicherheitslücke der verbauten Prozessoren schließen und bringen weitere Sicherheitsverbesserungen mit sich. Die Updates lassen sich über den Mac App Store herunterladen. Dort gibt es auch die jüngste Version des Safari-Browsers, der ebenfalls um eine Sicherheitslücke bereinigt wurde.

24. Januar: Apple-Chiphersteller Qualcomm soll fast eine Milliarde Euro Strafe an die EU zahlen

Der US-Chiphersteller Qualcomm soll in Europa wegen Verstößen gegen Wettbewerbsregeln eine Strafe in Höhe von 997 Millionen Euro zahlen. Die Geldbuße entspricht laut Kommissionsangaben 4,9 Prozent des Umsatzes von Qualcomm im Jahr 2017. Das Unternehmen habe einer Untersuchung zufolge "Milliarden von US-Dollar an Apple gezahlt, damit Apple nicht bei der Konkurrenz kauft", teilte EU-Kommissarin Margrethe Vestager am Mittwoch in Brüssel mit. Wettbewerber seien dadurch in rechtswidriger Weise mehr als fünf Jahre lang vom Markt für sogenannte LTE-Basisband-Chipsätze ausgeschlossen worden.

"Bei diesen Zahlungen handelte es sich nicht einfach um Preisnachlässe - sie wurden unter der Bedingung geleistet, dass Apple in sämtlichen iPhone- und iPad-Geräten ausschließlich Qualcomm-Chipsätze verwendet", sagte Vestager weiter. "Durch das Verhalten von Qualcomm wurden Verbrauchern und anderen Unternehmen mehr Auswahl und Innovation vorenthalten - und das in einem Sektor mit riesiger Nachfrage und enormem Potenzial für innovative Technologien."

Vestager spielte damit darauf an, dass die sogenannten Basisband-Chipsätze für die Verbindung von Smartphones und Tablets mit Mobilfunknetzen sorgen und sowohl für die Stimm- als auch für die Datenübertragung genutzt werden. Sie sind damit unverzichtbar für den Betrieb der Geräte. Qualcomm ist nach Angaben der EU-Kommission mit Abstand der weltgrößte Anbieter in dem Bereich. 

Nach Einschätzung der Wettbewerbshüter versuchte das Unternehmen durch seine rechtswidrigen Praktiken vor allem eine stärkere Konkurrenz durch Intel zu verhindern. Intel versucht seit Jahren, das schwächere Geschäft mit PC-Chips durch neue Produkte auszugleichen. Bei den Mobilfunkchips konnte sich der Chipgigant allerdings häufig nicht gegen Qualcomm durchsetzen.

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