Sonntag, 22. Oktober 2017

18. Mai 2017 16:31 Uhr

Hacker-Angriff

Virus "Wanna Cry" legt auch Parkhäuser lahm

Der Virus "Wanna Cry" hatte am Wochenende hundertausende Rechner infiziert. Nun stellt sich heraus, dass auch eine Reihe von Parkhäusern betroffen ist. Es droht ein Verkehrschaos.

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Der Virus "Wanna Cry" legte neben der IT der Deutschen Bahn hundertausende weitere Rechner lahm. Auch Parkhäuser sind betroffen. Ein Verkehrschaos droht.
Foto: Jan Woitas, dpa

Von der weltweiten Infektionswelle durch die Erpresser-Software "Wanna Cry" sind nach Erkenntnissen von Spezialisten auch eine Reihe Kassenautomaten in Parkhäusern betroffen. Infolge des Angriffs seien dort die Schranken geöffnet, teilte das IT-Sicherheitsunternehmen G Data am Donnerstag mit. Sollte der Ausfall andauern, sei dort ein Verkehrschaos zu erwarten.

Demnach sind Parkhäuser eines niederländischen Betreibers in Essen, Düsseldorf, Grevenbroich und Hagen infiziert worden, wie ein Sprecher mitteilte. Zur Höhe der Einnahmeausfälle gebe es noch keine Angaben. Dies zeige erneut, dass ein erfolgreicher Cyber-Angriff massiven Einfluss auf den Geschäftsbetrieb haben könne, betonte das Sicherheitsunternehmen.

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"Wie es zur erfolgreichen Infektion von IT-Systemen in Parkhäusern kam, ist zum jetzigen Stand unklar", sagte Tim Berghoff von G Data. "Die Ransomware (Anm. d. Red.: Erpressungsoftware) beinhaltet eine Komponente, die sich in Netzwerken aggressiv verbreitet." Dabei seien auch Maschinen gefährdet, die eine direkte Verbindung ins Internet haben.

"Wanna Cry": Über 200.000 Menschen sind weltweit vom Virus betroffen

"Wanna Cry" hatte am Wochenende in rund 150 Ländern mindestens 200 000 Organisationen und Privatnutzer getroffen und alle Daten auf den infizierten Rechnern verschlüsselt. Sie sollten erst nach einer Lösegeldzahlung wieder freigegeben werden. Schwer getroffen waren in Großbritannien auch mehrere Krankenhäuser. Die Verbreitung war noch am Wochenende durch einen Zufall gestoppt worden, inzwischen sind allerdings schon weitere Varianten aufgetaucht. dpa

 

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