Agentur für Arbeit sieht hier angesichts des Fachkräftemangels noch Potenzial Von Katharina Gaugenrieder

Von Katharina Gaugenrieder
Landkreis „Die Arbeitslosigkeit ist bei uns so niedrig wie seit Jahren nicht mehr“, sagt Claudia Wolfinger, Chefin der Agentur für Arbeit in Donauwörth. 2010 sei schon ein gutes Jahr gewesen und 2011 habe man die Quote noch einmal senken können – auf 2,5 Prozent im Jahresschnitt. Berücksichtige man diejenigen, die etwa aufgrund von Krankheit oder einer laufenden Maßnahme nicht verfügbar seien, käme man laut Wolfinger auf eine Quote von 3,75 Prozent. Da komme manchmal schon die Frage auf: „Was macht ihr denn eigentlich noch“, erzählt Wolfinger beim Pressegespräch lachend.
Dabei präsentiert Wolfinger auch Zahlen, die die Entwicklung bei Voll- und Teilzeitstellen beleuchten. Von den 80000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Agenturbezirk arbeiteten 2010 fast 65 000 in Vollzeit und etwa 14000 in Teilzeit. Auffällig sei hier, dass der Anteil bei der Teilzeit insbesondere bei den Frauen hoch sei und in den vergangenen zehn Jahren noch um 40 Prozent angestiegen sei. Daneben sei man bei der Auswertung der Zahlen aber noch von einem anderen Wert überrascht worden.
Denn gestiegen ist auch die Zahl der Frauen, die einer geringfügigen und damit nicht sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen. Sie liegt bei knapp 10000. Im Vergleich zu den 80000 sozialversichert Beschäftigten im gesamten Agenturbezirk sei das schon eine Hausnummer. „Alle sprechen immer über die Zeitarbeit. Dabei ist es sehr viel schwerer, aus diesem Niedriglohnsektor an eine feste Stelle zu kommen als über die Zeitarbeit“, sagt Edelbert Reile, von der Arbeitsagentur in Dillingen.
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