Höchstädt (mia) - Die Unterschriftenaktion vom Förderkreis Stadt Höchstädt bricht alle Rekorde. Innerhalb von sechs Tagen trugen sich in Geschäften und an der Haustür 1530 Bürger in die Listen ein. Bei 4946 Wahlberechtigten sind das inzwischen knapp 31 Prozent. Sie alle wollen, dass der Brunnen auf dem Marktplatz abgebaut und die Gestaltung neu geplant wird. Gestern nun übergaben Charlotte Reichhardt, Eva-Maria und Rudolf Kimmerle formell die Listen an Bürgermeisterin Hildegard Wanner.
Kimmerle: Kein Druck auf Bürger
Vorsitzender Kimmerle wiederholte dabei die Bereitschaft des Fördervereins, sich stark finanziell zu engagieren. Im Gespräch mit der DZ weist er Vorwürfe zurück, er habe Druck auf die Bürger ausgeübt, sich in die Listen einzutragen. Er habe sich bewusst zurückgehalten, sagt der Bauunternehmer und lobt seine Tochter, die von Haus zu Haus gelaufen sei. Kimmerle ist allerdings davon überzeugt, würde man weiter sammeln, wären es in sechs Tagen doppelt so viele Unterschriften.
Nun wird die rechtliche Zulässigkeit des Bürgerantrags zu prüfen sein. "Dafür haben wir am Montag einen Termin im Landratsamt", sagt Hildegard Wanner auf Anfrage der Donau-Zeitung. Dabei gehe es um Inhalt des Bürgerantrags genauso wie um bestehende Verträge. Bei der Stadtratssitzung am Montagabend (Beginn 19 Uhr) will Wanner die Öffentlichkeit aktuell informieren.
Die Unruhe in der Stadt manifestiert sich inzwischen nicht nur in der großen Zahl von Unterschriften. Bei einer Veranstaltung für die Anlieger zum Marktplatzumbau am Donnerstagabend erfuhren Geschäftsleute zum ersten Mal offiziell, dass von Montag an am Marktplatz weitergebaut wird. Das sei mehr als kurzfristig, kritisiert ein Teilnehmer gegenüber der DZ. Es bleibe wenig Zeit zu reagieren und zum Beispiel die Kunden mit entsprechenden Aktionen anzusprechen.
Arbeiten beginnen am Montag
An den Bauplänen hält die Stadt derzeit noch fest. Nach Aussage von Bürgermeisterin Wanner werden am Montag die Arbeiten auf dem Marktplatz beginnen.
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