Begehung und Lehrgang in Lutzingen
Lutzingen/Unterliezheim Im Rahmen der Initiative „Streuobst 2000 Plus“, einer Aktion der bayerischen Landwirtschaftsverwaltung zur Förderung des Streuobstbaus in Bayern, veranstalten am Donnerstag, 22. September, die Obst- und Gartenbauvereine Lutzingen und Unterliezheim eine Streuobstwiesenbegehung mit anschließender Obstsortenbestimmung durch den Pomologen Anton Klaus aus Oberneufnach. Anton Klaus ist ein Obstsortenkundiger mit Schwerpunkt Äpfel und Birnen. Über 500 verschiedene Sorten hat er davon in seinem eigenen Garten. Er ist außerdem Träger des begehrten Oberdieckpreises, den ihm der Pomolgenverein e.V. für besondere Verdienste zum Erhalt alter Sorten 2008 verliehen hat. Die Begehung beginnt um 9 Uhr in Lutzingen am Sportheim. Bei einem Rundgang werden einige sehenswerte, ältere Streuobstwiesen besichtigt. Dabei werden Sorten bestimmt und Fragen der Teilnehmer beantwortet.
Obstsortenbestimmung
Um 12 Uhr ist ein gemeinsames Mittagessen in Unterliezheim geplant. Hierzu ist eine Anmeldung erforderlich (09071/51-180). Nach dem Mittagessen stehen die Unterliezheimer Streuobstwiesen auf dem Programm. Ab 15 Uhr beginnt die eigentliche Obstsortenbestimmung in der Klosterremise. Wer unbekannte Sorten zu Hause hat, kann diese mitbringen und bestimmen lassen. Besonders erwünscht sind Früchte von älteren Bäumen. Wichtig für die Sortenbestimmung ist, dass pro Sorte drei bis fünf Früchte mitgebracht werden und das ungefähre Alter des Baumes bekannt ist.
Im Klostermarkt werden ab Donnerstag auch Äpfel aus regionalen Streuobstbeständen zum Verkauf angeboten. Wer die optimale Pflückreife für seine Lageräpfel wissen möchte, kann dies ebenfalls durch einen Jod-Stärke-Test bestimmen lassen (Früchte mitbringen!). Weitere Tipps zur fachgerechten Lagerung und Sortenwahl gibt Kreisfachberater Manfred Herian. Die wichtigsten Sorten können auch verkostet werden. (pm)
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