Schon am Samstag zog es tausende in die Brenzhalle. Am Sonntag noch bis 17 Uhr geöffnet. Von Katharina Gaugenrieder



Von Katharina Gaugenrieder
Gundelfingen Mit schnellen Bewegungen sticht Lisa immer wieder die lange Nadel in das braune Knäuel. Gemeinsam mit Valerie Koch sitzt sie an diesem Nachmittag in der Gundelfinger Brenzhalle, inmitten des diesjährigen Ostereiermarkts. Immer wieder flanieren Besucher am Stand vorbei und schauen dem jungen Mädchen beim Filzen auf die Finger. Lisa arbeitet unbeirrt weiter – damit aus dem braunen Knäuel bald ein flauschiger Osterhase wird.
Gleich nebenan gibt es auch ein paar flauschige Osterhasen zu bestaunen – und zwar in Natura. Zusammen mit den Schafen, Ziegen und Hennen sind die Tiere in ihrem Gatter für die kleinen Besucher eine der Hauptattraktionen. Doch gegen den Ostereierexpress, der nebenan auf der Blumeninsel zwischen gelben Narzissen, bunten Primeln und plätschernden Brünnlein pfeifend seine Kreise zieht, haben sie keine Chance. Immer wieder bleiben Buben und Mädchen fasziniert stehen, um dem Züglein dabei zuzusehen, wie es unter dem mit Ostereiern beladenen Baldachin Wagenladungen mit Schokoeiern über die Gleise zieht. Für den Hintergrund haben sich die Organisatoren heuer wieder etwas ganz besonders ausgedacht. Aus dem bunten Blumenmeer ragt in diesem Jahr eine Replik des Torturms, wie er zu Zeiten der Belagerung aussah. „Das Gedenkjahr zum Thema zu machen, lag natürlich nahe“, sagt Walter Hieber und weist auch auf die Mörserkanonen zwischen all den Blüten hin, originalgetreue Repliken eben jener Kanonen, mit denen der Feind vor 550 Jahren auf die Stadtmauer schoss.
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