Höchstädt/Mörslingen/Deisenhofen Als "diffamierend und taktlos" gegenüber den Bürgern von Deisenhofen und Mörslingen als auch gegenüber Bürgermeisterin Hildegard Wanner bezeichnete die Höchstädter Bürgerinitiative "Pro Süd" Äußerungen der konkurrierenden Bürgerinitiative "Bahntrasse - Nein danke!" zur B 16 neu in Höchstädt.

Andersdenkende werden abgekanzelt
Die maßgeblichen Personen dieser BI versuchten auf diese Weise Andersdenkende mit unsachlichen Darlegungen und falschen Fakten buchstäblich abzukanzeln, heißt es in einer Pressemitteilung der BI.
Es entspreche der Unwahrheit, dass Johann Jall als Vorsitzender der BI "Pro Süd" in der Versammlung in Mörslingen ein Flugblatt habe verteilen lassen, das auch einen Aufnahmeantrag zur BI Süd beinhaltete. Am Ende der Versammlung habe Bürgermeister Klaus Friegel die Verteilung nämlich selbst vorgenommen. Fest stehe, dass die darin genannten Nachteile für Deisenhofen und Mörslingen nach wie vor der Richtigkeit entsprechen. Im Übrigen sei in der Vergangenheit sowohl von der Gemeinde Finningen durch Beschluss, als auch von den Bürgern des Gemeindeteils Mörslingen stets eine Nordumfahrung von Höchstädt aus gutem Grund abgelehnt worden. Stadtrat Jall habe nur zu Recht klar und deutlich die Interessen seiner Bürger vertreten.
Es gehöre schon eine Menge Unverständnis dazu, wenn ihn die besagte BI "Bahntrasse" derart diffamiere. Warum sollen die Bürger von Deisenhofen und Mörslingen klein beigeben, wenn die Kernstadt von Höchstädt eine Verkehrsentlastung wolle und brauche, was ja auch von den Randgemeinden eingesehen werde. Nach dem Floriansprinzip zu handeln und dann Andersdenkende abzuwatschen, wie es die BI Bahntrasse tue, sei der Sache nicht dienlich: "Diese Art und Weise wird die Stadt Höchstädt nicht weiter bringen."
Unstrittig ist laut Pressemitteilung der BI, dass das Staatliche Bauamt Krumbach die Südtrasse von ihrer Verkehrsentlastung am Besten beurteilt habe und somit diese hohe Verkehrswirksamkeit von den anderen untersuchten Trassen nicht erreicht werden könne.
Hinzu komme, dass selbst die Fachbehörde eine Anbindung der Staatsstraße 2212 in Richtung Wertingen an eine B 16 neu Nord für geboten halte, damit eine zusätzliche Verkehrsentlastung in Höchstädt (Herzogin-Anna-Straße) erreicht werden kann. Bereits bei einer Verkehrsuntersuchung im Jahr 2004 wurde dort eine starke Verkehrszunahme von 38 Prozent auf rund 4000 Fahrzeuge festgestellt.
Nicht unwesentlicher Landverbrauch
Dieser künftige nicht unwesentliche Landverbrauch müsste eigentlich schon jetzt einer naturschutzrechtlichen Beurteilung unterzogen werden.
Dies gelte auch für eine wirtschaftliche Beurteilung der hohen Baukosten, die durch einen anderen Straßenbaulastträger (möglicherweise Land Bayern mit Beteiligung der Stadt und gegebenenfalls dem Landkreis) zu tragen wären. (pm)
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