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19. Juni 2010 05:12 Uhr

Bahntrassen-Bürgerinitiative will sich noch nicht auflösen

Höchstädt Vorsitzender Siegfried Behringer hat bei der Generalversammlung der Bürgerinitiative "B 16 Bahntrasse - nein danke" Bilanz über die Geschehnisse des vergangenen Vereinsjahres gezogen. Die Bürgerinitiative (BI) sei vor einem Jahr gegründet worden, weil sich die Mitglieder nicht sicher waren, ob die zuständigen Politiker wissen, dass die Menschen nur dann zu mehr Lebensqualität kommen, wenn die Bundesfernstraßen möglichst weit entfernt von der Wohnbebauung verlaufen, heißt es in der Pressemitteilung. Die Aktivitäten seien mit der SSV Höchstädt abgestimmt worden.

40 Argumente vorgelegt

Mit Bestürzung hätten viele Bürger bei der Präsentation der sechs Umgehungsvarianten im März 2009 festgestellt, dass die favorisierten Bahntrassen keine Ortsumfahrung B 16 neu, sondern eine innerstädtische Verlegung der B 16 neu seien, bei der kein Fahrzeug aus der Stadt herauskomme. Die BI habe untersucht, was für Auswirkungen eine Bahntrasse auf die Lebensqualität der Bevölkerung auf der Basis des Leitbildes der Stadt Höchstädt habe. Dabei seien 40 Argumente gefunden worden, die gegen die Bahntrassen sprechen. Die entsprechende Information der Bürger sei nicht ohne Wirkung geblieben. Der Stadtrat habe am 15. Juni 2009 die Bahntrassen einstimmig abgelehnt. Die Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums für die B 16 Nord WSG sei richtig und logisch gewesen.

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Nachdem die Bahntrassen nicht mehr in der Linienbestimmung sind, wäre eine Vereinsauflösung naheliegend. Dazu habe sich die Bürgerinitiative aber nicht entscheiden können, weil Höchstädt bereits 2002 einmal eine Linienbestimmung für eine Nordumfahrung hatte. "Die Politik hat daraus den Lückenschluss als Quasiumleitung einer B 16 mit einer widerrechtlichen Beschilderung gemacht", heißt es in der Pressemitteilung.

Der Verein soll laut Pressemitteilung erst aufgelöst werden, "wenn mit der Konkretisierung der B 16 neu begonnen wurde". Einer Stadt, die den Bau der neuen Bundesstraße schon einmal wirkungsmächtig verhindert habe und auf eigene Kosten eine Quasiumleitung einer Bundesstraße baue, die der Kreis unterhalten muss, sei alles zuzutrauen. (pm)

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