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19. Juli 2009 17:50 Uhr

Bei Abbau von Brunnen droht finanzieller Schaden

Höchstädt (pm) - Der Förderverein Stadt Höchstädt bereitet ein Bürgerbegehren zum Abbau des Brunnens auf dem Marktplatz vor (DZ berichtete). Zu den Folgen, die eine solche Maßnahme für die Stadt haben könnte, bezieht Bürgermeisterin Hildegard Wanner in einer Pressemitteilung Stellung. "Wenn jetzt der Abbau der Brunnenanlage gefordert wird, wäre dies zum finanziellen Schaden der Stadt", schreibt Wanner. Die Baukosten wären verloren. Bereits zugesagte öffentliche Mittel könnten nicht fließen bzw. müssten zurückbezahlt werden.

Wie berichtet, wurden in der Stadtratssitzung vor einer Woche die Arbeiten für die Marktplatzsanierung im Bereich Kirche bis B16 an die Günzburger Firma L. Weiss vergeben. Für die daraus resultierenden Verpflichtungen wäre die Stadt im Falle der Nichterfüllung schadensersatzpflichtig, so Wanner.

Verständnis für Unzufriedenheit über Bauzustand

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Im November 2008 wurde der neue Brunnen auf dem Marktplatz errichtet. Seither dauert die Kritik an. "Vonseiten der Stadt besteht großes Verständnis dafür, dass über den derzeitigen Bauzustand Unzufriedenheit herrscht", schreibt Hildegard Wanner in ihrer Stellungnahme. Erst wenn die in Kürze beginnende Sanierung des umliegenden Marktplatzbereichs durchgeführt ist und die Figur des heiligen Joseph auf der Brunnensäule steht, sei der Brunnen fertiggestellt. Für den Zeitraum bis zum Herbst, dann sollen die Arbeiten beendet sein, bittet Wanner die Bürger um Geduld.

Höchstädter wünschen sich wieder einen Brunnen

Die derzeitige Unruhe und die Aktivitäten des Fördervereins nimmt die Bürgermeisterin zum Anlass, auf die Chronologie der Umgestaltung des Marktplatzes einzugehen. Bereits 2002 sei ein Brunnen am Marktplatz der große Wunsch der Bürgerschaft und des gesamten Stadtrates gewesen. Viele Bürger hatten die finanzielle Unterstützung für einen Brunnenneubau signalisiert. "Wie beim Wiederaufbau des Geigerturms wollte Rudolf Kimmerle auch für einen Brunnen auf dem Marktplatz Spenden sammeln", erinnert die Bürgermeisterin.

Dann fragt sie: "Welcher Brunnen soll es nun sein?" Weder eine Umfrage noch die Stadtwerkstatt hätten ein einheitliches Meinungsbild ergeben: "Sicher war jedoch, dass die Josephsfigur von Johann Michael Fischer aus dem Jahr 1771 vielen Höchstädtern ganz wichtig ist", fasst Wanner zusammen.

Die Renovierung der kunsthistorisch wertvollen Steinfigur scheiterte bis dahin an den Kosten. Eine andere Situation ergab sich am 2. Juli vor zwei Jahren. Da hatte sich Lorenz Kollmann bereit erklärt, die Kosten der Renovierung zu tragen. Aufgrund dieser Tatsache und der zu erwartenden öffentlichen Mittel habe der Stadtrat den Beschluss gefasst, einen Kunstwettbewerb für eine Brunnenanlage am Marktplatz auszuloben. Die Wettbewerbsaufgabe war, die historische Figur des heiligen Joseph in eine moderne Brunnenanlage zu integrieren. "Das Ergebnis des Kunstwettbewerbs - die Modelle - wurden den Bürgerinnen und Bürgern 2007 im Rathaus und 2008 in der Schlosskapelle vorgestellt", erklärt Hildegard Wanner in der Pressemitteilung.

Sie weist darauf hin, die Marktplatzumgestaltung und der Brunnenbau seien vom Stadtrat einstimmig beschlossen worden. Die Maßnahme erfolgt im Rahmen der Städtebauförderung. "Mithilfe der Städtebauförderung konnten bereits auch 17 private Gebäudesanierungen in der Innenstadt unterstützt werden", schreibt Wanner.

Vor einem Jahr keine Forderungen formuliert

Anlässlich der Versammlung des "Fördervereins Geigerturm" - nunmehr "Förderverein Stadt Höch-städt" - am 27. Juni 2008, legte Bürgermeisterin Wanner den Sachstand der Marktplatzumgestaltung mit Brunnenbau dar. "Es entwickelte sich eine kritische Diskussion. Forderungen hat der Förderverein aber nicht formuliert", so Wanner, die Mitglied des Fördervereins ist. Sie bedauert, dass sie zur Versammlung des Fördervereins in diesem Jahr am 10. Juli nicht eingeladen wurde.

Lob für den Förderverein

Abschließend erwähnt Wanner die Bedeutung des "Fördervereins Stadt Höchstädt" (vormals "Förderverein Geigerturm"). Der Verein habe mit seinem 1. Vorsitzenden Rudolf Kimmerle wesentlich dazu beigetragen, dass der Geigerturm wieder aufgebaut werden konnte. "Der Verein wird auch mit seinem geänderten Satzungszweck segensreich für Heimat- und Denkmalpflege wirken", so Wanner.

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