Höchstädt (mia) - Nicht nur den Lückenschluss, sondern inzwischen jede Menge Bretter vorm Kopf haben Anwohner vom Johann-Schedel-Weg in Höchstädt. "Wir fühlen uns wie eingesperrt", sagt Irmgard Herb. Und in der Tat, sitzt man bei ihr auf der Terrasse, wird der Blick durch eine Holzwand versperrt.

Gleich dahinter erstreckt sich das neue Gewerbegebiet der Stadt an der Dillinger Straße. In dem Gebiet nisteten Fledermäuse, durch Einwände des Bund Naturschutz war eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung notwendig geworden. Die Quartierbäume in der Mitte des Grundstücks wurden bereits an den Rand versetzt. Nun kam die Holzwand dazu, die den Fledermäusen als Flughilfe dienen soll.
Für Autofahrer, die aus Richtung Dillingen nach Höchstädt kommen, zeigt sich der Verschlag in voller Länge und wenig Schönheit. Daran hat auch schon Stadtrat Günter Ballis Anstoß genommen. Er stellte den Antrag, die Bretterwand nach den Ferien von Kindern bemalen zu lassen und eine Höchstädter Kunstmeile daraus zu machen.
An der Außenseite der Holzwand wurde inzwischen schnell wachsender Wilder Wein gepflanzt. Die Begrünung gehört zum Konzept des Naturschutzes. Und in einigen Jahren soll die Wand verwittern und einfallen.
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