Lauingen (pm) - Bei der konstituierenden Sitzung des neu gewählten SPD-Kreisvorstandes war das Abschneiden bei der Europawahl Thema. Nach dem desolaten Ergebnis sei für die Sozialdemokraten die Ausgangslage für die Bundestagswahl schwieriger geworden, so eine Pressemitteilung. SPD-Kreisvorsitzender Dietmar Bulling sagte: "Einstellige Wahlergebnisse im Landkreis, weiter sinkende Zustimmungswerte in Bayern und im Bund machen unsere politische Arbeit vor Ort nicht leichter."
Der Sozialdemokrat meinte weiter: "Natürlich kann das Europawahl-Ergebnis wegen der geringen Wahlbeteiligung nicht auf die Bundestagswahl projiziert werden." Es mache jedoch deutlich, dass die SPD nur durch einen "gewaltigen Ruck" wieder in Aufwind gebracht werden könne. Die sozialdemokratischen Grundideen seien aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise, aktueller denn je. Sie müssten nur mit mehr Leidenschaft und Selbstbewusstsein vermittelt werden, dann würde die SPD wieder mehr Gehör bei den Bürgern finden und chancenreich in die Bundestagswahl gehen. Außerdem müsse die Partei ihre Hausaufgaben machen: "frisches" Personal rekrutieren, die Organisation straffen und stärken, neue Ortsvereine gründen. Wolfgang Konle meinte: "Wir müssen wieder stärker das Gespräch mit dem Bürger suchen" - und verwies dabei auf die gute Resonanz bei Informationsständen in Höchstädt. Seinem Vorschlag folgend, wird sich der SPD-Ortsverein Gundelfingen bei der diesjährigen GET mit einem Infostand beteiligen.
Vom Bundesparteitag berichtete Mirjam Steiner, dass sich SPD-Kanzlerkandidat Frank Steinmeier siegessicher präsentiert habe und die Genossen motivierte. Bernd Steiner und Marianne Lutz kritisierten, dass die CSU den Wählern Steuersenkungen verspreche.
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