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18. März 2010 20:00 Uhr

Bundesverdienstkreuz für Gunde Hartmann

Augsburg/Dillingen Auszeichnung für Gunde Hartmann: Die Vorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes im Landkreis Dillingen hat gestern in Augsburg das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk übergab der Finningerin die Auszeichnung, die von Bundespräsident Horst Köhler vergeben wird, im Rokokosaal der Regierung von Schwaben.

Bundesverdienstkreuz für Gunde Hartmann
Foto: ALFA

Der Orden sei die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik aussprechen kann. Theodor Heuss habe den ihn gestiftet, um Leistungen zu würdigen, die dem Wiederaufbau des Vaterlandes dienen. Die Gesellschaft, so die Ministerin, sei nach wie vor auf Menschen angewiesen, die über die tägliche Pflichterfüllung hinaus eigene Interessen zurückstellen, um sich mit ihrer ganzen Persönlichkeit dem Gemeinwohl zu widmen.

"Gunde Hartmann engagiert sich seit Jahrzehnten für das Wohl der Kinder", sagte Justizministerin Merk. Mitte der 70er habe sie für Finninger Kinder, die keinen Kindergarten hatten, eine private Spielgruppe geschaffen. 1976 übernahm sie für 25 Jahre die Schriftleitung der "unitarischen blätter", einer Zeitschrift der Deutschen Unitarier-Religionsgemeinschaft, erläuterte Merk in ihrer Laudatio. Freiheit, Vernunft und Toleranz, Menschenrechte und Demokratie seien die Ziele dieser Religionsgemeinschaft, die Hartmann als Präsidentin von 1991 bis 1999 leitete. Hartmann habe aus dieser Gesinnung heraus ihr Augenmerk speziell auf die Kinder gerichtet, die sozial vernachlässigt werden. Dank des enormen Einsatzes der Finningerin wurde 1993 die Kreisgruppe des Deutschen Kinderschutzbundes in Dillingen gegründet. Seit der Gründung ist Hartmann Vorsitzende.

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Der Kinderschutzbund sei eine wichtige Anlaufstelle für Hilfesuchende geworden. "Wie bitter nötig derartige Anlaufstellen für Kinder sind, zeigen uns die Presseberichte der vergangenen Tage mit entsetzlicher Deutlichkeit", sagte Merk.

Großes Engagement

Seit 1996 ist Hartmann Mitglied im Jugendhilfeausschuss des Landkreises. "Auch hier haben Sie immer nur das Wohl der Kinder und der Jugendlichen im Blick. Sie verschaffen ihnen trotz immer knapperen Haushalten Gehör in der Öffentlichkeit." Die Ministerin dankte Hartmann für ihr unermüdliches Engagement. Dies zeige sich auch in deren privatem Bereich. Mitte Mai 2008 erlitt Gunde Hartmanns Tochter Eva einen schweren Unfall. Seitdem ist sie schwerstbehindert. Gunde Hartmann hat gemeinsam mit ihrem Mann die Pflege der Tochter übernommen. (bv)

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