Ein neuer Kindergarten kommt. Im Höchstädter Stadtrat ist aber alles beim Alten. Dort stimmen die verschiedenen Lager ab, wie in der großen Politik. Es gibt allerdings einen Unterschied. Höchstädt ist nicht Berlin, wo die Leitlinien der Bundespolitik auf dem Spiel stehen. Hier geht es um Sachfragen. Zum Beispiel, ob die Pläne für den neuen Kindergarten und die Kinderkrippe schön sind. Passen die geplanten Bauwerke ins Höchstädter Zentrum? Das war die Frage. Über Geschmack wird bekanntlich am meisten gestritten. Nur seltsam, dass Freie Wähler, FDP und SPD einmütig gegen die Planung stimmten. CSU und Umland hießen die Entwürfe dagegen gut. Ein Zufall, dass die Geschmäcker sich so nach den Gruppierungen verteilten? Wohl kaum. Es ist das alte Lagerdenken, aus dem dieser Stadtrat nicht herauszukommen scheint. Vor Kommunalwahlen mag dies angehen. Der nächste Urnengang ist aber erst 2014. Für die nächsten vier Jahre wäre mehr Miteinander in Höchstädt ein Segen.
Ein Stadtrat darf aber auch kein bloßes Abnick-Gremium sein. Sonst blieben viele gute Ideen auf der Strecke. Deshalb müssen sinnvolle Vorschläge wie der von Wolfgang Konle, den Kindergarten in einer Null-Energie-Bauweise zu erstellen, ernst genommen werden, auch wenn sie nicht ins Konzept passen. Dazu müssen die Mehrkosten auf den Tisch und die Berechnung, wann und ob sich die zusätzlichen Ausgaben rechnen.
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