Höchstädt Auf Einladung von Maria Hergöth von der Stadtbücherei kam der "Geschichtenfinder" Harald Grill wieder einmal nach Höchstädt. Die 4. Klassen der Grundschulen in Höchstädt und Schwenningen waren von dem Autor begeistert. Grill erklärte den Kindern den Unterschied zwischen erfundenen und gefundenen Geschichten.

Der Weg von der Idee bis zum fertigen Buch
Den Weg eines Buches, von der Idee über die Recherche bis hin zum fertigen Werk, stellte der Schreiber den Schülerinnen und Schülern vor: Von der Sammlung der Ideenzettel im Schuhkarton bis zu seiner ureigensten Methode, eine Wäscheleine zu spannen und die Geschichte darauf mit den gefundenen Stichwörtern und Begebenheiten aufzubauen bis hin zum ersten Entwurf, der allerdings noch von seinen "Kritikern" für gut befunden werden muss. Grills Geschichten erzählen von Gemeinsamkeiten, die verbinden, auch wenn's ein gemeinsamer Rauswurf ist, von Menschen, bei denen loben und schimpfen sehr nahe beieinanderliegen. Er verkörpert eine hohe Erzählkunst und spielt mit seiner Stimme. Grill erklärte den Kindern, wie sie selber beim Vorlesen mit leiser und langsamer oder schneller und lauter Stimme eine Geschichte spannend vortragen können, ähnlich wie ein Radioreporter ein Fußballspiel kommentiert.
Die jugendlichen Zuhörer erfahren, wie es zur Explosion im Schulbus kam, mit welchen Gefahren sich zwei Indianer auf dem Bauernhof herumschlagen müssen und wie ein himmelblaues Moped und ein "Schweinsbraten mit Soße" zusammengehören. Mit großem Applaus wurde der Autor nach einigen Anekdoten als Zugabe verabschiedet. (pm)
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