Höchstädt Stadtrat Heribert Rossmeisl (SPD) sieht bereits einen neuen Tsunami auf Höchstädt zukommen - eine Welle des Unverständnisses und des Spotts. Der Grund: Beim Thema Marktplatzgestaltung konnte sich der Höchstädter Stadtrat am vergangenen Montagabend nicht auf das Aussehen des geplanten Buswartehäuschens verständigen. Auf das Betreiben Reinhard Kunzmanns (FW) wurde die Entscheidung vertagt. Von Berthold Veh

Zuvor hatte es aus den Reihen der Freien Wähler eine Schelte für das Planungsbüro Wartner & Zeitzler gegeben: Hans Mesch war verärgert darüber, dass Stadtplaner Rupert Zeitzler für den Standort des Buswartehäuschens unter den vier Bäumen am Marktplatz keinen Vorschlag erarbeitet hatte. Man habe über eine Alternative zu dem Vorschlag, ein Segel unter den Bäumen anzubringen, beraten wollen. "Wenn die Architekten das nicht können, müssen wir ein anderes Planungsbüro nehmen", sagte Mesch. Stadtbaumeister Thomas Wanner las die Argumente des Landschaftsarchitekten Zeitzler vor, wonach solch ein Wartehäuschen im Baumgeviert nicht gut sei. "Ein Dach unter dem Baumdach wäre eine Notlösung", hieß es. Das Büro spricht sich dafür aus, das Buswartehäuschen beim Gasthof Krone zu errichten. Die Trennwand sollte dabei besser aus Holz statt aus Glas sein, trug der Stadtbaumeister vor.
Reinhard Kunzmann war ungehalten: "Vor dem Gasthaus Krone solch eine Holzbaracke zu errichten, ist eine Schande." Günter Ballis (FDP) könnte sich das Buswartehäuschen gut vor der Krone vorstellen - "aber ja nicht mit Brettern". Rita Oberfrank (CSU) empfahl, vorerst keine Entscheidung zu treffen und beim Wartehäuschen abzuwarten. Bürgermeisterin Hildegard Wanner riet, den Fachleuten zu vertrauen: "Sie haben uns ausdrücklich ans Herz gelegt, unter die Bäume nichts reinzubauen."
Arkaden am Heimathaus?
Während die Entscheidung über das Buswartehäuschen vertagt wurde, schreitet die Gestaltung des Höch-städter Marktplatzes voran. Gestern wurde bereits mit der Aufstellung der Bänke begonnen. Die Figur des heiligen Joseph, so Wanner, wird am 26. November auf den neuen Brunnen gehoben. Und am Freitag, 27. November, um 18 Uhr erhält das Kunstwerk den kirchlichen Segen. Für das Heimathaus ergibt sich, wie die Bürgermeisterin informierte, eine interessante Perspektive. Das einstige Rathaus könnte so umgebaut werde, dass es, wie in früheren Zeiten, wieder Arkaden erhält. In den Arkaden könnten Briefkästen, der Informations-Punkt und ein Warteraum für Busreisende unterkommen. »Kommentar
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