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13. Oktober 2011 00:06 Uhr

Dorferneuerung

Die Ortsmitte steht im Zentrum des Projekts

Planer stellte im Rat die Ziele und Maßnahmen für Bachhagel vor

Bachhagel Es war im September 2010, als mit der Vorbereitungsplanung für die Dorferneuerung in Bachhagel begonnen wurde. Nun, rund ein Jahr später, präsentierte Planer Andreas Raab dem Gemeinderat die Zielstellungen und Maßnahmen zur Dorferneuerung, die in diesem Jahr gemeinsam erarbeitet wurden. Und das ist eine ganze Menge. „Wir sind in den Arbeitsgruppen schon ziemlich weit. Alle sagen sogar, wir müssen ein bisschen bremsen“, sagt Bürgermeisterin Ingrid Krämmel. Ein Eindruck, den auch Raab bestätigte: „Die Arbeitsgruppen waren sehr engagiert unterwegs. Der Ordner ist nicht immer so dick.“ Dies sei vor allem deshalb wichtig, weil das oberste Ziel der Dorferneuerung sei, dass sich die Bewohner mit ihrem Dorf beschäftigten und sich Gedanken darüber machen, wie dessen Zukunft aussehen könnte. „Es geht jetzt nicht darum, mit großem Aktionismus schnell ein paar Maßnahmen durchzubringen.“

Als einer der wichtigsten Punkte, so Raab, habe sich in den Arbeitsgruppen und bei den Dorfwerkstätten die Belebung der Dorfmitte herausgestellt. „Hier haben wir bereits einige Varianten entwickelt, und sind, wie ich glaube, schon einen großen Schritt weitergekommen.“ In den Diskussionen sei dabei immer wieder der Wunsch aufgetaucht, den Schwerpunkt hier stark auf die sozio-kulturelle Ebene zu lenken. Angedacht werden könne, hier einen Aufenthaltsbereich mit Treffpunktmöglichkeiten zu gestalten und den ehemaligen Brauereistadel in ein flexibles Kaltgebäude für die Dorfgemeinschaft umzunutzen. Für den ehemaligen Gasthof Linde könne man sich die Schaffung eines Mehrgenerationen-Hauses oder einer ambulanten Wohlpflegegemeinschaft vorstellen. Ohne Privatinvestoren, stellte Raab klar, werde dies allerdings nicht funktionieren auf die schriftliche Anfrage von Karl-Heinz Wickmair, der bedauerte, dass die Dorfmitte durch den Wegfall der Gastronomie profitiere. „Eine gastronomische Nutzung steht nicht im Vordergrund. Aber wenn der Träger oder Betreiber sagt, er hätte so etwas gerne dabei, wäre das natürlich ideal.“

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Gemeinderätin Katja Müller war vor allem der Zeitrahmen wichtig. Doch wann in Bachhagel die ersten Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden, konnte auch Raab nicht sagen. Zunächst gingen die Unterlagen jetzt ans Amt für Ländliche Entwicklung, das mit Personalmangel zu kämpfen habe. Dies mache dann Vorschläge, was man umsetzen könne. Nicht zuletzt hingen die Projekte auch von der Haushaltslage der Kommune ab. „Aber wir sollten uns bemühen, mit der Dorfmitte weiterzukommen.“ Gleichzeitig riet er aber davor ab, etwa die Außenhaut des Stadels schnell in Eigenregie zu sanieren. „Ich weiß, dass es wichtig ist, dass man etwas sieht. Aber da sollte man eher vorsichtig sein.“

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