Freitag, 20. Oktober 2017

13. Oktober 2017 10:00 Uhr

Lauingen

Die Sehenswürdigkeiten von Frauenriedhausen

65 Teilnehmer ließen sich von Georg Wörishofer durch den Ortsteil führen.

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Georg Wörishofer unternahm mit über 60 Interessierten einen historischen Rundgang durch Frauenriedhausen.
Foto: Grotz

Dass auch kleine Orte eine bemerkenswerte Geschichte und lohnende Sehenswürdigkeiten besitzen, wurde bei dem Historischen Ortsrundgang in Frauenriedhausen deutlich.

Der Vorsitzende des Kulturmarktes Lauingen, Anton Grotz, hob in seiner Begrüßung in der k Katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt hervor, dass der Verein auch in den Stadtteilen kulturelle Veranstaltungen anbiete. Nach Faimingen im vergangenen Jahr sei heuer Frauenriedhausen an der Reihe. 65 Interessierte nahmen daran teil.

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Georg Wörishofer, der den Historischen Ortsrundgang leitete, gab zunächst eine Einführung in die Geschichte von Frauenriedhausen. Der wohl von Wittislingen aus angelegte Ausbauort sei im Jahre 1135 erstmals urkundlich genannt. Bereits in romanischer Zeit sei hier eine Chorturmkirche errichtet worden, deren Umfassungsmauern noch heute – bis auf jene im Westen – erhalten sind. Im Zuge der barocken Umgestaltung sei der Turm im Jahr 1734 durch den Dillinger Baumeister Balthasar Suiter bis auf den Chor abgetragen worden. Zugleich sei die Kirche im Westen verlängert und mit dem heutigen ortsbildprägenden Fassadenturm versehen worden.

Wörishofer erläuterte detailliert die Innenausstattung. Eine überörtliche Sehenswürdigkeit stellten im Chor und im Langhaus die Deckenfresken des Lauingers Johann Anwander aus dem Jahre 1768 dar, die zu seinem Spätwerk zählen und vornehmlich Aspekte der Marienverehrung ins Bewusstsein bringen. Entgegen den bisherigen Darstellungen in der Fachliteratur sei der barocke Hauptaltar keine fränkische Arbeit, sondern eine Tiroler Arbeit. Der Altar sei ursprünglich in einer Kirche in Tirol gestanden und über ein Wiener Antiquariat nach Reichelsdorf, einem Nürnberger Stadtteil, gelangt. Von dort sei er durch Kauf nach Frauenriedhausen gekommen, wo er nach seiner Restaurierung am 12. Juni 1957 aufgestellt wurde. Die musikalische Umrahmung auf der Orgel der Firma Link, Giengen, gestaltete Franziska Seitz.

Der Bau des im Herbst 1847 bezogenen Pfarrhofes sei eine Vorgabe des Bischofs für die Errichtung einer selbstständigen Pfarrkuratie gewesen. In der von 1869 bis 70 erbauten Schule sei bis zum Ende des Schuljahres 1966/67 unterrichtet worden. Im Jahre 1982 habe der Lauinger Günter Landgraf das Gebäude erworben und in ihm das „Theater in Frauenriedhausen“ etabliert. Landgraf, der einen Überblick über die Geschichte des „TIF“ gab, lud auch zur Innenbesichtigung ein.

Der Strukturwandel in der Landwirtschaft habe auch gravierende Auswirkungen auf das Ortsbild, so Wörishofer. Beachtlich sei, dass in Frauenriedhausen, das gegenwärtig 169 Einwohner – davon 31 in den Birkackerhöfen – zähle, noch acht landwirtschaftliche Betriebe bewirtschaftet würden (fünf in Frauenriedhausen selbst und drei in den Birkackerhöfen). Eine Einkehr in der Schützenklause, die in der Nachfolge der zum Jahresende 1967 geschlossenen Gaststätte „Zum golden Kreuz“ zu sehen ist, beendete die rundum gelungene Veranstaltung.(dz)

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