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09. Februar 2012 10:49 Uhr

Weisingen

Die Weihnachtspost lag vier Wochen zu spät im Briefkasten

Obwohl der Brief am 20. Dezember gestempelt wurde, erhielt ihn Johann Schlaifer erst am 26. Januar

Auch wenn der Christbaum noch aufgebaut war, in Weihnachtsstimmung war Johann Schlaifer am 26. Januar nicht mehr. Die kam bei dem Weisinger auch nicht auf, als eine verspätete Weihnachtspost im Briefkasten lag. „Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch“ stand in dem Brief.

„Vier Wochen nach Heilig Abend. Das ist doch eine Sauerei“, schimpft Johann Schlaifer, denn: Bei genauem Hinschauen ist der Poststempel deutlich zu erkennen – auch das Datum. Und demnach wurde der Brief am 20. Dezember in Dillingen ge-stempelt. Der Brief, der für rund weitere 20 Personen aus dem Landkreis bestimmt war, kam von Isabella Stäger. Sie war bei einer Israel-Reise, bei der unter anderem Johann Schlaifer Teilnehmer war, die Reiseführerin. „Alle anderen konnten sich für die Post bedanken und ich erst Wochen später. Das war mir schon peinlich“, erzählt Schlaifer. Erst dachte er, dass die Reiseführerin erneut im Ausland und der Brief deswegen so lange unterwegs war. „Aber sie war daheim und das war mir dann schon unangenehm.“ Der Brief lag Johann Schlaifer am Herzen, „da es wirklich eine tolle Reise war und super von ihr organisiert war. Da wollte ich mich ausdrücklich bedanken.“ Erst vier Wochen, nachdem Isabella Stäger die Post aufgegeben hatte, konnte sich Johann Schlaifer jedoch erst bei ihr bedanken. Alle anderen hatten die Post noch vor Weihnachten.

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„Das darf natürlich nicht passieren. Wir können uns nur dafür entschuldigen“, sagte Erwin Neher, Pressesprecher bei der Deutschen Post auf Anfrage der DZ. Bei rund 66 Millionen Briefen am Tag könne dies jedoch vorkommen, „aber das sollte auf jeden Fall die Ausnahme bleiben“. Neher könnte sich vorstellen, dass der Brief für Johann Schlaifer entweder zuerst falsch zugestellt wurde oder zwischen den Maschinen gelandet und erst viel später wieder aufgefunden worden ist. „Aber sicher kann ich das nicht mehr beurteilen“, so Neher. Er könne aber den Ärger von Schlaifer gut nachvollziehen, „gerade an Weihnachten wartet man natürlich auf die Post von den Lieben.“ Im Namen der Deutschen Post wolle sich Neher ausdrücklich entschuldigen. „Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler, es war aber natürlich keine böse Absicht.“

Für Schlaifer hat sich die Sache damit nun erledigt. Er habe bis auf diese Angelegenheit auch keine Probleme mit der Deutschen Post gehabt. „Aber es hat mich schon sehr geärgert“, sagt er.

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