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16. Februar 2011 01:00 Uhr

Verkehr

Drei Wege führen zum Parkplatz

Höchstädter Rat entscheidet sich für drei Zufahrten und eine Abfahrt. Detaillierte Planung wird noch ausgearbeitet. Positiver Bericht über den Jugendtreff

Höchstädt Rund 40 zusätzliche Stellplätze – dort, wo noch die Kleinsten spielten: In Höchstädt soll an der Stelle des bisherigen Kindergartens Don Bosco ein neuer Parkplatz gebaut werden. In der Sitzung des Stadtrates am Montagabend wurde nun darüber diskutiert, wie die Autofahrer künftig dorthin gelangen sollten. Die Entscheidung: auf drei verschiedenen Wegen.

Bürgermeisterin Hildegard Wanner machte den Vorschlag, die Zufahrt sowohl über den Marktplatz und über die Prinz-Eugen-Straße als auch über die Straße bei der Spitalkirche zu ermöglichen. Maßgeblich sei jedoch bei der dritten Variante, dass die Anwohner einverstanden seien. Die Familie habe ihre Zustimmung signalisiert, sofern keine finanzielle Belastungen auf sie zukämen und zwei Kundenparkplätze möglich seien.

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Sicherheit der Kinder Priorität

Hans Mesch freute sich über den „Sinneswandel“ der Stadt. Die Entscheidung solle aber nur im Einvernehmen mit den Anwohnern getroffen werden – und es könne nicht sein, dass sie dadurch finanziell belastet werden. Wolfgang Konle meinte, die Sicherheit der Kinder habe die oberste Priorität. Heribert Rossmeisl fürchtete gerade darum – die Zufahrt über den Marktplatz sei gefährlich. Denn genau dort würden Mütter ihre Kinder, die sie zur Kita bringen, aussteigen lassen. Wanner antwortete, es sei Aufgabe der Planer, sich darüber Gedanken zu machen. Bernhard Uhl setzte sich dafür ein, dass die Zufahrt über den Marktplatz nicht direkt an der Kindertagesstätte vorbeigehen solle. Die genaue Planung werde dem Stadtrat nochmals vorgestellt, entgegnete die Bürgermeisterin.

Rita Oberfrank wollte wissen, ob es bei dieser Zufahrt Probleme mit der Städtebauförderung geben würde. Genau deshalb brauche man auch die Zufahrt an der Spitalkirche, so Wanner. Mesch dagegen vertrat die Meinung, dass es in erster Linie wichtig sei, ein vernünftiges Einvernehmen mit den Bürgern zu haben. Reinhard Kunzmann sagte ärgerlich, dass die Verantwortlichen sich die Situation auf dem Marktplatz einmal anschauen sollten. Der Vorschlag von Wanner wurde anschließend einstimmig angenommen.

Vier Einbrüche

Ein weiteres Thema war die Situation im Jugendtreff in Höchstädt. Michaela Studener und Matthias Grätsch von der Jugendhilfe Seitz berichteten dem Stadtrat, dass die jungen Leute den neuen Standort in der Dillinger Straße gut annehmen. Studener sagte allerdings auch, dass es zu Beginn vier Einbrüche gegeben habe. Mittlerweile sei jedoch eine Vertrauensbasis da, ein fester Stamm von 20 Besuchern komme regelmäßig. Die Werbung an der Schule habe viel gebracht – und die jüngeren seien von den älteren Jugendlichen gut aufgenommen worden Studener, die gemeinsam mit Sascha Fischer den Jugendtreff betreut, berichtete, dass es unter anderem ein Kicker- und ein Dartturnier gegeben habe. Sie ist sowohl mit der Zusammenarbeit mit der Polizei als auch der Schule zufrieden.

Grätsch sagte, der große Andrang von Jugendlichen habe zeitweise eine zweite Betreuungsperson gefordert. Nun sei Studener am Montag vor Ort, Fischer am Donnerstag – und so hätten sowohl Mädchen als auch Buben einen eigenen Ansprechpartner. Bürgermeisterin Wanner freute sich, dass der Treff so gut von den Jugendlichen angenommen werde. Es sei wichtig, dass sie sich dort wohlfühlen würden.

Die Räte wollten unter anderem wissen, wie alt die jungen Besucher seien – und ob sie einen Migrationshintergrund hätten. Zwölf bis 15 seien viele – älter nur wenige, antwortete Höchstädts Jugendpflegerin Studener. Und Grätsch sagte, dass etwa zwei Drittel der jungen Leute einen Migrationshintergrund hätten. Er betonte, dass beide Kollegen deutlich mehr Zeit im Treff verbringen, als vertraglich vereinbart worden sei. »Seite 26, Bericht folgt

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