Lauingen (tiba) - In wenigen Tagen verlässt US-Generalkonsul Eric Nelson Deutschland. Sein nächster Einsatzort ist Islamabad, die Hauptstadt Pakistans. Der Islam ist dort die Staatsreligion. Gestern besuchte Nelson Lauingen - und traf in der Moschee auf gläubige Muslime.

Durak Aytan, 2. Vorsitzender des türkisch-islamischen Vereins, Sprecher Ali Altinbas und FDP-Landtagsabgeordneter Professor Georg Barfuß führten Nelson durch das Gotteshaus. Der US-Generalkonsul interessierte sich unter anderem für dessen Entstehungsgeschichte. Barfuß warf einen Blick zurück - in seiner Amtszeit als Lauinger Bürgermeister war die Moschee erbaut worden.
Nelson betonte, wie wichtig es für ihn und die US-Regierung sei, Kontakt mit Muslimen zu suchen. In den Vereinigten Staaten lebten selbst rund sieben Millionen Anhänger dieses Glaubens, sagte er. Man führe keinen Krieg gegen Muslime - sondern einen gegen Terroristen.
Bei Aytan erkundigte er sich über dessen Meinung zu Barack Obamas Kairoer Rede. In dieser hatte der US-Präsident die Muslime zu einem Neuanfang im gegenseitigen Respekt aufgerufen. Aytan sagte, dies sei ein erster Schritt gewesen - nun müssten Taten folgen.
Anschließend wurde Nelson vom 2. Bürgermeister der Stadt, Helmuth Zengerle, empfangen. Nach einem kurzen Gespräch trug sich der Generalkonsul ins Goldene Buch der Kommune ein.
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