Wenn Bürger bei einer Wahl ihre Stimme abgeben, so tun sie das im Vertrauen darauf, dass die Politiker ihre Sache richtig machen und die Interessen der Bevölkerung im Blick haben werden. Vertrauensvorschuss heißt das im Deutschen; "Benefit of a doubt" - so nennt man das im Englischen: auf das Positive hoffen und das Negative nicht einmal als Möglichkeit in Betracht ziehen. Von einer Vertrauensbasis jedweder Art scheint man sich in Höchstädt immer weiter zu entfernen. Der Förderverein Stadt Höchstädt, dessen Liebe zur Stadt über jeden Zweifel erhaben ist, will den Marktplatzumbau stoppen und sogar den Brunnen wieder abbauen lassen. Die Meldung wird sicherlich nicht nur in Höchstädt für Furore sorgen. Was ist da los? Ganz offensichtlich fehlt das Vertrauen, dass die angefangene Maßnahme zu einem guten Ende geführt werden kann, mit der die Bürger zufrieden sein können. Es gibt Umstände, die keiner zu verantworten hat und die das Projekt in die Länge zogen, wie das Konjunkturprogramm. Dass das Misstrauen sich gegen den gesamten Stadtrat richtet, immerhin wurden die Maßnahmen einstimmig verabschiedet, ist der einzige Lichtblick.
Und irgendwie haben die Förderer Höchstädts ja recht: Schließlich scheint es um das gegenseitige Vertrauen im Stadtrat auch nicht (mehr) gut bestellt zu sein. Nur so lässt sich erklären, dass im Stadtrat zur B 16 am Montagabend nur informiert, aber nicht diskutiert werden sollte.
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: