Dillingen „Es war gigantisch“, sagte Dillingens OB Frank Kunz kurz nach der Zieleinfahrt in der Königstraße noch ein bisschen außer Atem. Zum ersten Mal rollte er gestern bei der ersten Etappe der BR-Radltour mit. Ein echtes Erlebnis, wie Kunz befand. Und eine hervorragende Werbung für den Radtourismus im Dillinger Land.
In vielen Gesprächen habe er auf der Fahrt nach Dillingen auf die Schönheit der Radlregion aufmerksam gemacht – und viel positive Resonanz bekommen. „Nun hoffe ich, dass der ein oder andere sagt, da fahre ich noch einmal hin.“ Dem konnte Landrat Leo Schrell nur beipflichten: „Das Ganze ist eine schöne Werbung für unseren Landkreis im Allgemeinen und für unsere Radregion Dillinger Land im Besonderen.“
Allzu anstrengend, sagte Kunz, sei die Fahrt nicht gewesen. Zumal er an diesem Tag ein E-Bike testen durfte, das vor allem an kleinen Anstiegen gute Dienste tue. Dennoch: nach der Ankunft bedürfe es nun zunächst eines kühlen Bieres und dann einer Dusche. „Und dann geht es weiter zur großen Party.“
Ein kühles Getränk, ein bisschen Ruhe und eine warme Dusche – das ist es auch, was sich die Radler, die in der Turnhalle der Laucher-Volksschule in Dillingen einquartiert sind, jetzt wünschen. 360 Menschen finden hier Platz – insgesamt gibt es drei große Quartiere. Einige haben es sich nach der anstrengenden Fahrt auf den Matratzen gemütlich gemacht und genehmigen sich ein kurzes Nickerchen. Andere gönnen ihren müden Muskeln draußen im Sonnenschein etwas Erholung. Denn mit der Zieleinfahrt, das weiß jeder Radltour-Erfahrene, ist der Tag noch lange nicht gelaufen.
Denn am Abend geht es für Radler wie auch für Einheimische auf zum großen BR-Open-Air auf dem Festplatz. Dort zeigen viele der Teilnehmer, was noch in ihnen steckt. Und so packt, als die Sonne langsam untergeht, so mancher zu „Let’s twist again“, gespielt von „Erwin und die Heckflossen“, den Hüftschwung aus. Frank Hofbauer aus München lässt es noch etwas ruhiger angehen. Er wartet auf den Star des Abends, auf den Auftritt von Eric Burdon und seiner Band. „Da freue ich mich drauf.“ Trotz der 82 Kilometer, die Hofbauer, wie all die anderen Fahrer in den Beinen hat, ist deshalb für ihn klar. „Ins Bett geht es erst, wenn der Abend vorbei ist, also gegen Mitternacht.“ Um sechs ist dann wieder Aufstehen angesagt. Denn um 9 Uhr geht es heute in der Königstraße wieder los. Auf Etappe Nummer 2. "Seite 29