Dillingen Morgen erscheint das neue Album "Lautonom" der Killerpilze. Wir haben die Jungs zuvor getroffen.

Euer Sound hat sich ja ein bisschen gewandelt. Hin zu härter, schneller, "Lautonom". Warum?
Jo: Zum einen wollten wir eine neue musikalische Richtung vorgeben. Zum anderen sind wir nun nicht mehr bei Universal unter Vertrag. Mit dem Titel wollten die Killerpilze beides zeigen: Wir haben einen eigenen Sound und sind unabhängig.
Max: Wir hatten eigentlich schon auf unseren vorherigen Alben einen harten Klang, aber unsere Singles waren eher weich.
Wie lange habt Ihr denn an dem neuen Album gearbeitet?
Jo: Etwa eineinhalb Jahre. Nachdem das zweite Album eher schnell herausgebracht wurde, wollten wir uns diesmal Zeit lassen. Gerade bei den Texten wollten wir uns von den Teeniesachen weg entwickeln.
Max: Über die Texte haben wir sehr viel diskutiert. Und ich finde, sie sind super vielfältig geworden. Im Entwicklungsprozess haben wir sehr viel daran gefeilt, denn wir wollten 150 Prozent herausholen. Auch haben wir viel mit Synthesizern gearbeitet und die CD vorproduziert.
Habt Ihr denn musikalische Vorbilder?
Jo: "Die Ärzte!" Durch die sind wir überhaupt zur Musik gekommen. Das merkt man auch an unserer Single "Drei". Da sind schon Ähnlichkeiten zum Ärztesong "Super Drei" vorhanden, aber dennoch ist unser Song eigenständig. Wir würden uns nie mit ihnen auf eine Stufe stellen, da wir ganz große Fans sind. Es wäre uns eine Ehre, für sie Kaffee zu holen.
Max: "Die Ärzte" sind immer drangeblieben; seit 27 Jahren schon. Sie haben für uns einfach Vorbildcharakter.
Angenommen, es würde nicht klappen mit Eurem Album. Was wäre Eure Alternative?
Jo: Jeder von uns hat bald seinen Schulabschluss in der Tasche. Natürlich wird sich mit dieser Platte ziemlich viel entscheiden. Aber jedenfalls werden wir immer was Kreatives machen. Aber bisher sind wir dank der positiven Resonanz guter Dinge, dass es klappt. Ansonsten schärft jeder von uns an seinem Profil. Fabi tritt als Schauspieler auf, Max macht als Songwriter von sich Reden und ich mache Mode.
Fabi: Aber momentan hat die Band absolute Priorität. Die Nebenprojekte stehen hinten an.
Max: Wir schreiben mittlerweile auch Songs für andere Künstler und haben auch schon Filmmusik geliefert, zum Beispiel für die Filme "Vorstadtkrokodile" oder "Camp Rock". Es ist natürlich eine Ehre, wenn Regisseure auf uns zukommen und wir dabei mitmischen dürfen.
Glaubt Ihr denn, dass Eure bisherigen Fans den Wandel in Eurem Sound mitmachen werden?
Max: Unsere Fans werden auch erwachsen. Außerdem haben wir mit unserem härteren Stil die Möglichkeit, neue Fans für uns zu gewinnen.
Jo: Die Killerpilze haben den Vorteil, dass sie stark genug polarisieren. Die Leute wollen den neuen Killerpilzesong hören, einfach um mitreden zu können.
Fabi: Wir bekommen jetzt schon Bestellungen für die CD aus Kanada und Mexiko. Für unser alljährliches Konzert "Rock im Hof" an den Bonaventura-Schulen haben sich schon Fans aus Brasilien angemeldet.
Wie sehen nun die nächsten Monate für Euch aus?
Max: Wir haben uns vorgenommen, möglichst viele Auftritte zu spielen. Allein 90 Konzerte haben wir uns vorgenommen. Ich freue mich schon sehr auf die Tour.
Fabi: Toll wäre natürlich, wenn wir auch auf ein paar Festivals spielen könnten. Denn dort kann man sich viele neue Fans erspielen.
Jo: Bei "Rock am Ring" am Nürburgring zu spielen, wäre natürlich ein Traum. »Bayern
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