Oberglauheim Ein jung gebliebener älterer Herr fährt auf dem Fahrrad in Oberglauheim. Das könnte Anton Stegmiller sein. Der rüstige Mann fährt regelmäßig seine Fahrradtouren. "Zwölf bis 20 Kilometer sind noch drin", sagt er mit einem Lächeln. Heute feiert er seinen 90. Geburtstag.

Ein bewegtes Leben hat Stegmiller hinter sich. Geboren ist er auf einem Bauernhof in Rischgau im Zusamtal. Nach dem 2. Weltkrieg lernte er seine Frau Maria 1947 in Lauingen kennen und heiratete nach Oberglauheim ein. Er bewirtschaftete einen kleinen Hof mit zehn Kühen, den er bis 1980 führte.
Von 1956 bis 1978 Bürgermeister
Daneben engagierte er sich für die Gemeinde. Von 1956 bis 1978 war er Bürgermeister von Oberglauheim. Unter seiner Führung legten die Bürger des Örtchens die Teerstraßen nach Höchstädt, Unterglauheim und Lutzingen an. Aber auch die Trockenlegung des sumpfigen Donaurieds war ein großes Projekt der Gemeinde. Stegmiller sagt: "Ich war gern Bürgermeister." Er habe ein gutes Verhältnis zu seinen Mitbürgern gehabt. "Jeder hat einen gekannt." 1978 musste er wegen der Gebietsreform sein Amt aufgeben. Doch das war nicht das Ende seiner kommunalpolitischen Laufbahn. Als Stadtrat in Höchstädt war er noch bis 1990 aktiv.
Fit hält sich Stegmiller mit Gartenarbeit und Fahrradfahren. Früher sei er noch viel gewandert, doch mittlerweile gehe das nicht mehr so. "Aber auf dem Fahrrad spüre ich nichts." Das Wetter entscheide, ob er fahre oder nicht. Seine Rüstigkeit erklärt er damit, dass er immer etwas zu tun gehabt habe. Früher habe er seine drei Enkel gehütet, die sein ganzer Stolz sind. Heute helfe er seiner Frau bei der Hausarbeit. Außer beim Kochen. "Das überlasse ich meiner Maria." Für sein weiteres Leben wünsche er sich nur noch Gesundheit.
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