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17. Juli 2009 18:15 Uhr

Freie Fahrt auf dem Lückenschluss

Höchstädt (mia) - Gut 4000 Fahrzeuge sollen ab Montag nicht mehr durch die Innenstadt von Höchstädt fahren, sondern die Abzweigung am Ortseingang von der B 16 zur DLG 15 benutzen. "Wir sind froh, dass die Entlastung nun kommt", meint Bürgermeisterin Hildegard Wanner bei der Besichtigung des Lückenschlusses am späten Donnerstagnachmittag. Ihrer Erwartung schließt sich auch Landrat Leo Schrell an. Denn der Landkreis und nicht die Stadt Höchstädt ist Träger der Baumaßnahme.

Freie Fahrt auf dem Lückenschluss
Foto: ALFA

Der Bauausschuss der Stadt Höchstädt, unter Vorsitz von Heribert Rossmeisl, sieht sich noch einmal vor Ort genau an, was in den vergangenen zwei Jahren bewerkstelligt wurde. Roman Bauer, Leiter der Abteilung Tiefbau beim Landratsamt, führt die Gruppe über die Fahrbahn. Auf 1,35 Kilometer Länge gibt es rund 600 Meter reine Neubaustrecke.

Eine Million Euro für Höchstädt

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Die Maßnahme hat Gesamtkosten von etwa 5,8 Millionen Euro verursacht. Es ist dem Stimmkreisabgeordneten Georg Winter zu verdanken, dass 85 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten gefördert werden, wie es in der Mitteilung des Landratsamtes heißt. Und damit verbleibt eine Million Euro, die aufgrund einer Vereinbarung mit dem Landkreis von der Stadt Höchstädt getragen wird.

Umleitung zur B 16

Während der Begehung des Lückenschlusses gibt es viele Fragen, zum Beispiel zur Beschilderung, auf der die Bezeichnung "B 16" auftaucht. Nun werde schon gemunkelt, dass der Lückenschluss die neue Bundesstraße sei, heißt es aus dem Kreis der Stadträte. Roman Bauer kann die Diskussion beruhigen. "Das ist bei der Beschilderung vorgegeben." B 16 steht auf den Hinweisschildern, weil der Lückenschluss zur Bundesstraße umleitet. Dass nun Ingolstadt, statt Nürnberg auftauche, habe mit dem neuen Fernverkehrsverzeichnis zu tun, so Bauer.

Eine Herausforderung für das Landratsamt sei das Anlegen des Schutzes für Amphibien gewesen. "Das ist bisher einmalig bei uns im Landkreis", so Bauer. Dabei handelt es sich um Kiesbänke, die mit Beton verschalt wurden und an einem Ende eine Umkehrschleife für die Frösche vorsehen. Das sei für den Fall, dass sie sich auf dem Weg verirren sollten, erläutert Bauer.

Eine weitere Maßnahme, die aufgrund der Einwendungen vom Bund Naturschutz notwendig war, sind die milchigen Gläser an der Brücke über dem Pulverbach. Sie sollen Fledermäuse als Flughilfe dienen: "Damit sie nicht direkt auf die Autos zufliegen", so Bauer.

Radweg bis zum Herbst

Der Radweg, der gleichzeitig mit dem Lückenschluss angelegt werden sollte, ist noch nicht fertig. Die Baumaßnahme von der B 16 zur Röhre am Sportheim soll aber bis zum Herbst beendet werden.

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