Freitag, 20. Oktober 2017

12. Oktober 2017 19:06 Uhr

Lauingen

Früh übt sich, wer ein Baumeister werden will

Warum die Bayerische Bauwirtschaft schon bei den ganz Kleinen mit der Förderung anfängt.

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Die Baumeister von morgen: Vorschulkinder aus dem Lauinger Kinderhaus am Bahnhof trainieren an Hammer, Zange, Säge und Feile.
Foto: Jakob Stadler

Es ist laut. Auf der einen Seite des Kellerraumes klopfen Hämmer auf Nagelköpfe, auf der anderen fressen sich Sägen durch Kanthölzer. Dazwischen stehen Kinder um einen Tisch, an dem sie mit aller Kraft Kerben in Holzblöcke feilen.

Ruhiger geht es am letzten der vier Tische zu, wo Martin Rehm, Leiter des Kinderhauses am Bahnhof in Lauingen, erklärt, wie die Kleinen aus legosteingroßen Ziegeln eine Mauer bauen können. „Ich finde es gut, wenn die Kinder kreativ arbeiten können und früh den richtigen Umgang mit Werkzeug lernen“, sagt er kurz darauf in einer Verschnaufpause. Deswegen hat er sich mit dem Kinderhaus für die Aktion „Baumeister gesucht“ beworben. 250 Bewerber gab es in diesem Jahr, 20 wurden ausgewählt. Für die Bewerbung ist ein Partnerunternehmen vor Ort nötig, in Lauingen übernimmt diese Aufgabe Bauunternehmer Leonhard Hitzler. 20 Kinder, zwischen fünf und sechs Jahren alt, drängen sich in dem Werkraum. Sie alle tragen gelbe Bauarbeiterhelme, in der Hand halten sie Feile, Hammer, Zange, oder Säge. Es gibt genug Werkzeug. Auch eine nagelneue Werkbank steht im Kellerraum. Es sind Geschenke, mit denen die Kinder auch in Zukunft arbeiten können. Dazu ein Handbuch mit Anleitungen und Ideen für kindgerechte Projekte. Mitgebracht haben das alles Harry Hammer und Nicki Nagel.

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Das sind die Kunstfiguren, die die Bayerische Bauwirtschaft geschaffen hat, um den Kindern das Handwerken näher zu bringen. In Lauingen spielt der 26-jährige Matthias Theobald den Harry und die 24-jährige Corinna Sichart die Nicki. Hauptziel der Aktion: „Dass die Sachen auch benutzt werden“, sagt Harry alias Theobald. Deshalb haben sie bereits am Tag zuvor die Erzieher geschult und ihnen erklärt, wie sie mit den Kindern sicher arbeiten können. Die Hölzer sind festgeschraubt, beim Sägen verhindern sogenannte Gärungsladen, dass die Kinder abrutschen.

Warum das Ganze? „Es gibt einen starken Nachwuchsmangel in der Bauwirtschaft“, sagt Theobald. Gleichzeitig trete die praktische Lernerfahrung bei der Erziehung zu oft in den Hintergrund, heißt es vonseiten der Bayerischen Bauwirtschaft. Deswegen haben Harry Hammer und Niki Nagel nun in vier Aktionsjahren insgesamt 170 Kindergärten besucht.

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Ein Artikel von
Jakob Stadler

Günter Holland Journalistenschule
Ressort: Volontär


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