Mittwoch, 22. Mai 2013

05. Mai 2012 12:52 Uhr

Dillingen

Gerockt, gefeiert und gespendet

Weit über tausend Gäste bei starkem Gitarrensound und eingängigen Beats: Rock im Donaupark. Von Yvonne Salvamoser

Die mehr als tausend Gäste von Rock im Donaupark hatten die fünf Bands sofort auf ihrer Seite. Gestern Abend rockten im Zelt auf dem Dillinger Festplatz Sarah Straub und Band, The Impression, die Killerpilze, Benzin und Cardiac für die Kartei der Not, dem Leserhilfswerk unserer Zeitung.
Fotos: von Neubeck

Morgens um vier Uhr ist Safija Monroe in den Zug gestiegen. Ihr Ziel: die erste Reihe bei Rock im Donaupark. Denn die Killerpilze, ihre Lieblingsband, wollte die 19-jährige Berlinerin nicht verpassen. „Sie strahlen so eine Präsenz aus“, schwärmt Safija, die gemeinsam mit zwei Freundinnen schon um elf Uhr mittags vor dem Zelt auf dem Dillinger Festplatz wartete.

Schon als der erste von fünf Acts, Sarah Straub mit Band, zu getragenen Klängen die Bühne betritt, steht Safija ganz vorne an der Absperrung. Die Gundelfinger Songwriterin startet dann mit einer ruhigen und doch kraftvollen Nummer in den Abend, dessen Erlös der Kartei der Not, dem Leserhilfswerk unsere Zeitung, zugute kommt. „Wir sind hier zuständig für die Sparte Pop“, erklärt sie mit einem charmanten Lächeln, bevor sie zum nächsten Song ansetzt und markante Akkorde in ihren starken Gesang hineindonnern.“Am Schluss werden euch die Ohren wegfallen“, verabschiedet sich Sarah Straub und meint das ganz im positiven Sinn. Denn neben ihr, den Killerpilzen, Benzin und The Impression spielten gestern Abend auch die Heavy-Metaller von Cardiac.

Doch bevor die fünf Musiker aus der Death-Core-Szene den mehr als tausend Gästen einheizen, spielen die Punkrocker der Ulmer Band Benzin Sound zwischen Sum41 und Sportfreunde Stiller.

Die Jungs von The Impression, dem zweiten Act des Konzertabends, geben alles – und das Publikum gibt viel Applaus und begeisterte Pfiffe zurück. „Ich erwarte viel – denn ich weiß, dass er gut ist“, erklärt Jacky Strobel aus Dillingen noch mit einem Augenzwinkern, bevor ihr Kumpel und Gitarrist Mario Rossmann losrockt und mit The Impression mal melancholischen, mal eingängig-fetten Alternative-Rock präsentieren. Ein Stück von ihr entfernt, wenige Schritte von den Lautsprecherboxen an der Bühne entfernt, steht Irene Ostertag und blickt zu ihrem Enkel Benjamin Burgess auf, den sie zum ersten Mal live spielen hört. „Er ist der geborene Musiker“, urteilt die 78-Jährige über den Frontmann stolz. Und auch Fabi von den Killerpilzen beeindruckt die Combo aus Lauingen: „Endlich haben wir hier eine neue, coole Band.“

Als die vier Killerpilze gegen 22 Uhr das Zelt stürmen, bricht ein Kreischkonzert los. Die Mädchen in den ersten Reihen reißen die Hände in die Höhe, zücken die Handykameras und singen jedes Wort des ersten, rockigen Songs „Es geht nur um dich“ mit.

Dass die momentan bekannteste Band der Region ein Gastspiel in ihrer Heimat bestreitet, freute denn auch ihre Mutter. Wie Sänger Jo mit einem Augenzwinkern erzählte, nutzte sie die Gelegenheit und verdonnerte ihn und seinen Bruder zum Rasenmähen.

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