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17. Februar 2010 18:35 Uhr

Heftige Kritik geübt

Höchstädt Irrungen und Wirrungen in Sachen B 16 neu in Höchstädt hat der Vorstand der Bürgerinitiative "Bahntrasse - Nein, danke!" ausgemacht. Die Mitglieder befürchten laut Pressemitteilung eine Strategie zur Verhinderung der Straße. Dabei sei aufgefallen, dass Bürgermeisterin Hildegard Wanner bei Bekanntwerden der Entscheidung des Bundesverkehrsministers die angeblich schlechte Verkehrsentlastung herausgehoben habe. Die BI: "Eine Bürgermeisterin, die den verhassten Konflikt, der eigentlich entschieden ist, möglichst schnell beilegen will, verhält sich anders. Auffallend war, dass diese Aussage auch im Gleichklang mit Stadtrat Jall aus Deisenhofen erfolgt ist." Dabei hätten die Deisenhofer Stadträte die Stellungnahme der Stadt an das Staatliche Bauamt mitgetragen. Zu diesem Zeitpunkt sei allen Beteiligten auch klar gewesen, dass eine Südumfahrung als B 16 nicht mehr gebaut werden könne.

Heftige Kritik geübt
Foto: ALFA

Es sei deshalb völlig unverständlich, warum Jall als Vorsitzender der Bürgerinitiative "Pro Süd" ein Flugblatt verteilen lasse, das auch einen Aufnahmeantrag für die "Pro Süd" enthält - mit falschen Angaben. Die BI vermutet darin massive Stimmungsmache gegen die B 16 neu.

Falsche Zahlen angegeben

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Die Initiative stellt fest, dass die Südtrasse 5,3 Kilometer, die Nordtrasse 6,9 Kilometer lang sei, also keine vier Kilometer größere Baulänge, wie behauptet. Die Flächeninanspruchnahme betrage bei der Südtrasse 10,8 Hektar, bei der Nordtrasse 15,8 Hektar. Die Baukosten betragen bei der Südumfahrung 23,9 Millionen Euro, bei der Nordumfahrung 18,1 Millionen Euro, also 5,8 Millionen Euro weniger. Selbst wenn man den in der Diskussion befindlichen möglichen Anschluss der Wertinger Straße an die B 16 zurechnen würde, ergäbe sich ein zusätzlicher Landverbrauch von vier Hektar und Mehrkosten der Größenordnung von fünf Millionen Euro. Damit sei die Gesamtbetrachtung der Kosten ausgeglichen.

Zweck dieser bewussten Falschinformation der Bürger von Mörslingen sei es wohl, so die BI ein Streitpotenzial aufzubauen, um die B 16 neu wieder zu verzögern mit dem Ziel, die dritte Variante der Bahntrasse als Höchstädter Lösung zu realisieren. Dies dürfe der Stadtrat nicht zulassen. Hier sei konsequentes Handeln gefordert. Jall müsse den Vorsitz der "BI Pro Süd" abgeben und alle Aktionen unterlassen, die gegen das Gemeinwohl der Stadt Höchstädt und der Verwaltungsgemeinschaft gerichtet sind. Als Alternative bleibe nur der Verzicht auf das Stadtratmandat.

Die "BI Bahntrasse - Nein, danke" wolle den Bürgern, die an der B 16 wohnen und bei denen die Lkw im Abstand von drei bis fünf Metern am Schlafzimmer vorbeidonnern, helfen. (pm)

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