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10. März 2010 18:45 Uhr

Hilfe für Opfer von Gewalt und Missbrauch

Dillingen Die Diplom-Sozialpädagogin Margit Inwald ist seit Anfang Februar neue Mitarbeiterin der Psychologischen Beratungsstelle für Erziehungs-, Jugend- und Familienberatung in Dillingen. Für Frauen und Kinder da zu sein, die sexuellen Missbrauch oder Gewalt erleben mussten, bildet dabei einen Schwerpunkt ihrer Aufgaben.

Beinahe täglich tauchen derzeit in Deutschland neue Hiobsbotschaften auf, die von Demütigungen, Gewalt und sexuellem Missbrauch in sozialen Einrichtungen oder Schulen berichten. Die Betroffenen wurden oft über viele Jahre allein gelassen mit ihrer Last, Verständnis oder Unterstützung konnten sie nicht erwarten.

Schweigepflicht und Kostenfreiheit

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Der Landkreis Dillingen hat im Jahr 2001 an der Psychologischen Beratungsstelle eine Fachstelle geschaffen, die in solchen Fällen hilft. Die Grundsätze der Schweigepflicht und der Kostenfreiheit sollen dazu beitragen, dass Betroffene den Mut finden, sich einer Fachkraft anzuvertrauen. Margit Inwald bietet dabei nicht nur Unterstützung an für Kinder und Jugendliche, die körperlich und sexuell misshandelt wurden, sondern auch für Frauen, die Gewalt erfahren mussten. Im vergangenen Jahr nahmen insgesamt 36 Familien und Frauen diese Hilfe in Anspruch.

"In allen Fällen steht der Schutz des Opfers im Vordergrund", betont Margit Inwald. Wer zu ihr komme, könne sich aber auf die Schweigepflicht verlassen und müsse nicht befürchten, dass sofort Jugendamt oder Polizei alarmiert werde. "Wir gehen den weiteren Weg grundsätzlich in enger Abstimmung mit den Betroffenen." Nur wenn Eltern nicht kooperieren oder nicht in der Lage sind, eine weitere Gefährdung des Kindes zu verhindern, muss die Beratungsstelle von sich aus tätig werden.

Häufig richtet sich die Beratung auch an Personen aus dem Umfeld, denen das Verhalten eines Kindes auffällig erscheint. Margit Inwald weist aber darauf hin, dass sie nicht als Ermittlerin tätig werden kann, um herauszufinden, ob ein Missbrauch stattgefunden hat oder nicht. Was sie anbieten kann, ist Fachwissen, Erfahrung und Engagement, um gemeinsam die nächsten Schritte anzugehen.

Von großer Bedeutung sind auch die Aspekte Prävention und Öffentlichkeitsarbeit. Hierzu zählen Informationsveranstaltungen für Eltern ebenso wie Unterrichtsprojekte an Schulen.

Seit dem 1. Februar gehört Margit Inwald zum Team der Psychologischen Beratungsstelle. Sie studierte Soziale Arbeit an der kath. Universität Eichstätt und erwarb anschließend eine Zusatzqualifikation als Systemische Beraterin. (dz)

Telefonisch ist Margit Inwald an der Beratungsstelle über den Anschluss 09071/8066 erreichbar.

Informationen gibt es auch im Netz unter www.eb-dillingen.de

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