Höchstädt (bv) - Höchstädt steht möglicherweise ein neues Bürgerbegehren ins Haus. Dabei geht es nicht um die neue B 16, sondern um den Umbau des Marktplatzes. Wie berichtet, fordert der Vorsitzende des Fördervereins Stadt Höchstädt, Rudolf Kimmerle, den Abbau des neuen Brunnens. Vielen Menschen in Höchstädt sei der neue Josephsbrunnen ein Dorn im Auge. Der Marktplatz soll neu überplant werden. Kimmerle: "Wir haben bereits 400 der geforderten 600 Unterschriften für ein Bürgerbegehren gesammelt. Jeder, den wir fragen, unterschreibt." Ende Juli soll das Bürgerbegehren zum Höchstädter Marktplatz eingereicht werden.
Auch die Nepomukstatue an der Stadtpfarrkirche und der Stellplatz für Christ- und Maibaum sollen bleiben. Der Bauunternehmer kritisierte Bürgermeisterin Hildegard Wanner, sie hätte alle Forderungen vom Förderverein bisher ignoriert.
Wanner war gestern über das Vorgehen Kimmerles überrascht: "Mich befremdet das sehr." Der Bauunternehmer habe selbst als einer der Ersten das Modell des neuen Josephsbrunnens gesehen. "Er hat ihn für gut geheißen und angeregt, man soll dort Trinkwasser laufen lassen", erinnert sich die Bürgermeisterin. Ihr liege bisher vom Förderverein nichts vor. Die Marktplatzgestaltung laufe, die Aufträge für den Ausbau des Brunnenumfelds seien bereits vergeben, am 27. Juli soll die Baustelle eingerichtet werden. Hildegard Wanner: "Ich kann es gegenwärtig rechtlich nicht beurteilen, ob ein Bürgerbegehren im jetzigen Stadium überhaupt noch zulässig ist."
Der Stadtrat habe die Marktplatzgestaltung einstimmig beschlossen. Man habe auch nicht aus dem Bauch heraus entschieden, sagt Wanner. Für den Josephsbrunnen habe es einen Kunstwettbewerb gegeben. Rudolf Kimmerle weist indes die Aussage zurück, ihm habe das Brunnenmodell gefallen. Er habe ein Foto mit einem Marmorbrunnen an die Stadt geschickt. "Ich habe mitgeteilt, dass der Förderverein diesen neuen Brunnen bezahlen würde", sagt Kimmerle.
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