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10. März 2010 08:20 Uhr

Höchstädt hat eine neue Jugendpflegerin

Höchstädt Freude und Wehmut im Höchstädter Stadtrat. Bürgermeisterin Hildegard Wanner hat am Montagabend die neue Jugendpflegerin Michaele Studener begrüßt. Gleichzeitig verabschiedete die Rathauschefin mit Worten des Dankes Stadtheimatpfleger Georg Strobel, der sich 30 Jahre lang um das Heimatmuseum gekümmert hat (DZ berichtete). Von Ulrike Hauke

Höchstädt hat eine neue Jugendpflegerin
Foto: ALFA

Strobel legte aus gesundheitlichen Gründen das Amt des Heimatpflegers nieder. "Ihr Name wird immer untrennbar mit dem Heimatmuseum Höchstädts verbunden bleiben", sagte Wanner an die Adresse des 84-Jährigen gerichtet. Der Applaus im Sitzungssaal für Strobel, der bereits zum Ehrenbürger der Stadt ernannt wurde, bezeugte die Übereinstimmung mit Wanners Worten. Einige "Highlights", die man Strobel zu verdanken habe, seien die 900-Jahrfeier 1981, der Umzug des Heimatmuseums ins heutige alte Rathaus, die Betreuung der Schlosskapelle oder der Aufbau des Dioramas (Zinnfigurenausstellung) gewesen. Der Dank der Bürgermeisterin galt auch Strobels verstorbener Frau und der Tochter Anette, die ihren Vater begleitete.

Abschied mit Wehmut

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Für den scheidenden Stadtheimatpfleger war es ein, wie er es selbst nannte, Abschied mit Wehmut, viele Anekdoten und Geschichten könnte er aus dieser Zeit erzählen. Er nutzte die Gelegenheit, um allen, die ihm während der 30 Jahre zur Seite standen, zu danken.

Als standfeste Frau und als Bereicherung für das Team wurde die 28-jährige Michaela Studener, neue Jugendpflegerin für Höchstädt, bezeichnet. Mathias Grätsch, Jugendpfleger Dillingens, stellte sie den Stadträten vor. Ihr Vorgänger gab Ende des vergangenen Jahres aus persönlichen Gründen die Stelle auf. Studener selbst berichtete, nach ihrem Studium zur Sozialpädagogin habe sie bereits Erfahrungen in der ambulanten und stationären Jugendtätigkeit und in der Familienpflege sammeln können.

"Ich will mehr Präsenz zeigen, deshalb habe ich als Erstes die Öffnungszeiten des Jugendtreffs von 15 bis 20 Uhr verschoben, die Tage Montag und Donnerstag sind geblieben", sagte sie. Alle sechs Wochen plane sie ein Treffen aller Interessierten, um Ideen und Anregungen aufzunehmen. Schmunzelnd berichtete sie von ihrem Plan, neben dem bereits begonnen Koch- und Backtag auch monatlich einen Putztag für den Jugendtreff einzuführen.

Verschiedene Projekte übers Jahr verteilt wurden angedacht, auf jeden Fall soll das beliebte "Nightjam", das nächtliche Basketballturnier, wiederholt werden. "Auch den Vorbereitungskurs zum Hauptschulabschluss werden wir wieder durchführen."

Ein Wunsch der Jugendlichen sei, im Sommer einen Tag der offenen Tür mit Verköstigung für Besucher zu veranstalten, sagte Studener. Den Erlös wolle man dann sozialen Zwecken spenden. Die Stadträte versprachen Unterstützung, um zum Beispiel das noch fehlende Küchenequipment zu vervollständigen. Studener nannte als Jahresziel: "Neue Jugendliche für den Jugendtreff zu gewinnen, dafür will ich den Kontakt zur Hauptschule aufnehmen."

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