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13. April 2010 19:00 Uhr

Höchstädt startet Kindergarten-Bau

Höchstädt Die Wirtschaftskrise erreicht Höchstädt. Nach einem guten Jahr 2009 mit einem überraschend hohen Gewerbesteueraufkommen von rund 1,9 Millionen Euro, muss die Stadt 2010 den Gürtel enger schnallen. Allein bei der Einkommensteuer fließen etwa 400 000 Euro weniger in den Stadtsäckel, und auch bei der Gewerbesteuer rechnet Höchstädt nur noch mit einem Volumen von 1,25 Millionen Euro. Dennoch hat der Stadtrat mit der Verabschiedung des Haushalts 2010 am Montagabend "ein großes Projektpaket geschnürt", sagte Bürgermeisterin Hildegard Wanner.

Abbruch Ende April

Schwerpunkt ist der Neubau des Kindergartens Don Bosco, der allein mit einer Million Euro zu Buche schlägt. Ende April soll der alte Pfarrhof aus den 60er Jahren abgerissen werden und dem Bau einer neuen Kita weichen. Den Auftrag für den Abbruch hat der Rat bereits in nicht öffentlicher Sitzung vergeben. Die Marktplatzgestaltung wird 2010 etwa 170 000 Euro verschlingen, die Erschließung des neuen Gewerbegebiets "Dillinger Straße Nord" 670 000 Euro.

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Der Etat 2010 mit einem Gesamtvolumen von 12,0 Millionen Euro wurde nahezu einstimmig verabschiedet. Nur Simon Wetschenbacher (Umland) stimmte dagegen, weil im Haushalt kein Geld für den Anbau am Schützenheim in Schwennenbach enthalten ist.

Wanner sagte, dass auch 2010 viele Wünsche offenbleiben. Und sie schwor die Stadträte für 2011 und die kommenden Jahre auf schwierigere Zeiten ein: "Im Hinblick auf die Fertigstellung des Kindergartens Don Bosco, den geplanten Innenstadt-Parkplatz und den Neubau einer Kinderkrippe steht Höchstädt im nächsten Jahr vor Mammutaufgaben." 2009 sei vor allem wegen des unerwarteten Gewerbesteuer-Segens ein sehr erfolgreiches Jahr gewesen, blickte die Bürgermeisterin zurück. Im Verwaltungshaushalt konnte Höchstädt im Vorjahr 612 000 Euro als Zuführung an den Vermögenshaushalt erwirtschaften. 2010 schrumpft sie auf 236 000 Euro. Zieht man die Tilgungsleistungen von 206 000 Euro ab, ergibt sich eine freie Finanzspanne von lediglich 29 000 Euro.

Die großen Projekte, die in diesem Jahr in Angriff genommen werden, finanziert die Stadt neben den Zuschüssen durch einen Griff in die Rücklagen (1,0 Millionen Euro Entnahme), eine Kreditaufnahme in Höhe von 600 000 Euro und den Überschuss von 536 000 Euro, der 2009 noch nicht für die eingeplanten Projekte ausgegeben wurde.

Kämmerer Bernhard Veh, dem von allen Rednern für die durchsichtige Erstellung des Zahlenwerks gedankt wurde, sieht 2011 eine dramatische Situation auf Höchstädt zukommen. Wegen der hohen Gewerbesteuer 2009 werden die Schlüsselzuweisungen nächstes Jahr 350 000 Euro weniger, die Kreisumlage dagegen um 250 000 Euro höher. »weitere Berichte Seite 31

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