Höchstädt Es gibt eine gute Nachricht zu Randale, Lärm und Vandalismus am Höchstädter Bahnhofsplatz: Die Vorkommnisse liegen zahlenmäßig weit hinter den Brennpunkten in Dillingen oder Lauingen. Diese Bilanz zog Hans Fisel, Erster Polizeihauptkommissar, in der Sitzung des Hauptverwaltungsausschusses am Montagabend im Höchstädter Rathaus. Aktuellen Zahlen zufolge seien in diesem Jahr am Bahnhofsplatz neun Vorfälle aktenkundig geworden. Zwei Fahrräder wurden gestohlen, eine Sachbeschädigung und eine Beleidigung gemeldet und fünf Mal wurde die Polizei wegen Ruhestörung gerufen.
Diese Zahlen könnten beruhigend sein, wäre da nicht das "subjektive Sicherheitsgefühl" des Einzelnen, erläuterte Stefan Lanzinger, Polizeihauptkommissar aus Augsburg. Denn die Beobachtungen vor Ort von Anliegern ergeben ein anderes Bild. Freitags und samstags ist meist viel los, was mit Ruhestörung und viel Unrat verbunden ist. Fisel appellierte an die Bürger, häufiger die Polizei zu rufen. Um verstärkte Kontrollen bat Bürgermeisterin Hildegard Wanner.
Die beiden Polizeibeamten informierten in der Sitzung über Möglichkeiten von Videoüberwachung und Sicherheitsdienst am Bahnhofsplatz. Aufgrund der geringen Vorkommnisse könne es möglicherweise schwer werden, eine Videoüberwachung beim Datenschutz durchzusetzen, so Fisel. Eine Entscheidung zu einer Anlage am Bahnhof traf der Hauptausschuss nicht.
Für die Überwachung durch einen Sicherheitsdienst ist Höchstädt zu klein. Durch die Polizei könne das erst ab 20 000 Einwohner organisiert werden, sagte Fisel.
Gespräche zeigen Wirkung
Von seinen Gesprächen am Bahnhof berichtete Stadtrat Bernhard Uhl. Die jungen Leute zeigten sich durchaus einsichtig. Neben Stefan Probst wollen künftig auch Reinhard Kunzmann und Wolfgang Konle Besuchsdienste am Bahnhof übernehmen.
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