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10. März 2010 08:20 Uhr

Hohes Gärsilo gefällt Stadträten nicht

Höchstädt Die Erweiterung einer Biogasanlage in Deisenhofen war Thema im Höchstädter Stadtrat. Nicht nur das Fahrsilo soll um eine Kammer vergrößert werden, auch ein zusätzlicher runder Gärbehälter mit 22 Metern Durchmesser und knapp 12 Metern Höhe will der Betreiber errichten, informierte Bürgermeisterin Hildegard Wanner. Beim ersten Bauantrag habe man schon verschiedene Auflagen gemacht, größtenteils wurden diese bereits umgesetzt, ergänzte Stadtbaumeister Thomas Wanner.

Stadträte fragten, ob sich die Höhe des Gärbehälters reduzieren lasse. Das hohe Gärsilo trage nicht zur optischen Verschönerung des Ortes bei. Es sei schon ein "gigantisches Ding", war der allgemeine Tenor. Bürgermeisterin Wanner und die Räte waren sich aber einig, um die Zustimmung zur Erweiterung der Biogasanlage nicht herumzukommen. Hildegard Wanner: "Biogasanlagen sind privilegierte Vorhaben, deshalb hat jeder Landwirt das Recht, auf seinem eigenen Grundstück eine solche zu errichten." Dies war ihre Antwort auf Kritik, man habe es versäumt, in Deisenhofen ein Industriegebiet auszuweisen. Am Ende der Diskussion einigte man sich mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung für die Erweiterung, unter der Einhaltung der geforderten Auflagen und Appelle.

Stadtrat fürchtet um Brücke

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Für Diskussionen sorgten erneut Anträge des Kommunalunternehmens des Landkreises (KdL) als Betreiber des Schülerinternats und des Betreibers der Hackschnitzelanlage "Biber Biomasse", der für das Beheizen des Internats zuständig ist. Es geht um eine Sondergenehmigung, um die Flutbrücke, die nur für 16 Tonnen ausgelegt ist, in Richtung Schülerheim mit einem Fahrzeug von "Biber Biomasse", das schwerer ist, befahren zu dürfen. Für die Bauzeit des Schülerheims waren Fahrzeuge bis zu einem Gewicht von 30 Tonnen zugelassen worden. Ein Gutachten sagt aus, dass die Brücke bei Einhaltung der Schrittgeschwindigkeit mit bis zu 30 Tonnen belastet werden kann, erklärte Stadtbaumeister Wanner. Bei einer ständigen Belastung sei dies problematisch. Bürgermeisterin Wanner meinte: "Wir könnten Schadenersatz bei unsachgemäßer Behandlung einfordern."

Es folgte eine kontroverse Diskussion. Das Thema soll nach einem weiteren Gespräch mit den Antragstellern erneut im Stadtrat diskutiert werden. (ulha)

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