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17. Februar 2009 19:45 Uhr

Ideen für die Integration: Ekin Deligöz in Dillingen

Dillingen Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Ekin Deligöz (Kreis Neu-Ulm) hat in Dillingen über das Thema Integration diskutiert. Mit Vertretern von Schule, Jugendsozialarbeit, Kinderschutzbund, Hausaufgabenbetreuung und den Grünen ging es unter anderem um die Frage, wie die Eltern von Kindern mit Migrationshintergrund erreicht werden könnten. Ein Vorschlag der Politikerin: Die Initiativen oder Kindergärten könnten sich in der Moschee präsentieren. Von Martina Bachmann

Dillingen - Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Ekin Deligöz (Kreis Neu-Ulm) hat in Dillingen über das Thema Integration diskutiert. Mit Vertretern von Schule, Jugendsozialarbeit, Kinderschutzbund, Hausaufgabenbetreuung und den Grünen ging es unter anderem um die Frage, wie die Eltern von Kindern mit Migrationshintergrund erreicht werden könnten. Ein Vorschlag der Politikerin: Die Initiativen oder Kindergärten könnten sich in der Moschee präsentieren. Diese Idee nahm Durak Aytan vom türkisch-islamischen Verein in Lauingen gerne auf: "Dazu sind wir gerne bereit."

Zu lange nicht über Integration gesprochen

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Deutlich wurden in den Räumen des Kinderschutzbundes in Dillingen die Probleme angesprochen, die es gerade im Landkreis mit dem Thema Integration gibt. Man befasse sich erst viel zu kurz damit, so die Meinung einiger - die Gastarbeiter seien schon viel länger da. Aytan: "Man hat gedacht, die gehen irgendwann wieder in ihre Heimat zurück. Und jetzt hat man festgestellt: Die bleiben da." Und vor allem werden es immer mehr, so Deligöz, die selbst 1979 aus der Türkei nach Deutschland kam. Bereits jetzt habe jedes dritte Kind, das im Süden Deutschlands auf die Welt komme, einen Migrationshintergrund. In Großstädten sei es sogar jedes zweite.

Kontakt mit den türkischen Eltern wird vermisst

Boris Schenk vom Kreisjugendring sagte, dass kaum türkische Kinder an Angeboten wie etwa einer Zeltlager-Woche teilnehmen würden. Jürgen Stella, Leiter der Theresia-Haselmayr-Schule, berichtete von den Problemen, mit den türkischen Eltern in Kontakt zu kommen. Auch Irmgard Böhm von der Hausaufgabenhilfe in Dillingen, bei der rund 30 Kinder mit Migrationshintergrund betreut werden, sagte: "Ich vermisse den Kontakt mit den Eltern." Deligöz' Vorschlag: "Man muss auch ein Stück weit auf Multiplikatoren setzen." Zudem berichtete sie von Kursen, die im Kreis Neu-Ulm speziell für türkische Frauen veranstaltet wurden - etwa Schwimmunterricht. Über solche Veranstaltungen sei man schließlich in Kontakt getreten.

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