Sonntag, 22. Oktober 2017

19. Februar 2009 04:51 Uhr

In Lauingen soll ein Jugendcafé eröffnet werden

Lauingen Ein Jugendcafé soll in Lauingen eröffnet werden. Diese Entscheidung traf der Stadtrat am Dienstagabend. Einzig Winfried Müller (SPD) stimmte dagegen. Der Treff soll im örtlichen Gebäude der Donau-Stadtwerke Dillingen-Lauingen eingerichtet werden. Außerdem ist eine Außenanlage geplant. Die Mohrenstadt will künftig auch einen Sozialarbeiter in Teilzeit beschäftigen.

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Allerdings: Das Jugendcafé wird nur eröffnet, wenn die Regierung von Schwaben Fördergelder bewilligt. Der Rat beauftragte die Verwaltung, die entsprechenden Anträge einzureichen. Bürgermeister Wolfgang Schenk sagte: "Ich gehe davon aus, dass die Gelder auch fließen." Selbst wenn die Förderung für zwei Jahre genehmigt wird, muss Lauingen einmalige Kosten in Höhe von rund 21 000 Euro bezahlen - etwa für die Ausstattung der Räume. Dazu kommt die jährliche Belastung, je nach Zuschuss, von 20 000 bis 30 000 Euro.

Der Zuspruch zum Projekt im Stadtrat war groß. FDP-Fraktionsvorsitzender Alois Jäger sagte: "Wir stimmen aus Überzeugung zu." Es sei jedoch wichtig, das Jugendcafé als langfristiges Projekt zu sehen. Selbst wenn die Förderung auslaufe, "sollten wir weitermachen". Der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Dr. Gerhard Frieß, schlug vor, den geplanten neun mal 18 Meter großen Sportplatz mit Tartanbelag auch außerhalb der Betriebszeiten des Jugendtreffs zu öffnen. Und: "Wir sollten überlegen, ob die Öffnungszeiten mit 20 Stunden nicht zu gering angesetzt sind."

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Dass das Geld bei diesem Thema auch eine Rolle spiele, betonte CSU-Fraktionsvorsitzender Helmuth Zengerle. Ohne Förderung sei es schwierig, das Projekt zu realisieren. Er sprach sich dafür aus, die Jugendlichen mitentscheiden zu lassen, wie der Außenbereich aussehe. Und: "Muss man gleich in die Vollen gehen?"

Müller sagte, er sei grundsätzlich für den Jugendtreff. Seine Bedenken seien jedoch, dass sich die Nachbarn wegen des Lärms beschweren: "Ich will von vorneherein einen Nachbarschaftsstreit vermeiden." Besonders die Außenanlagen lehnte Müller deshalb ab. Schenk entgegnete, dass man die Jugendlichen bei schönstem Wetter nicht im ersten Stock einsperren könne. Zudem sei es auch wichtig, dass sie sich austoben könnten.

SPD-Fraktionsvorsitzender Werner Hoffmann begrüßte das Jugendcafé. Er hoffe jedoch, dass sich auch ehrenamtliche Mitarbeiter dort engagieren - besonders diejenigen, die den Treff gefordert hatten. "Es gibt Jugendcafés, die sich selbst finanzieren." Gabriele Kleinle (CSU) forderte von den Jugendlichen eine gewisse Mitverantwortung. Dem Thema Außenanlagen begegne sie nicht "mit so viel Euphorie". Man solle erst abwarten, wie sich der Jugendtreff entwickle.

Zu diesem Zeitpunkt meldete sich ein verärgerter Gerhard Winkler (FDP) zu Wort. Er kritisierte die Diskussion um Lärmbelästigung und ähnliche Probleme: "Es ist eine tolle Geschichte, dass etwas geschieht." Albert Kaiser (CSU) entgegnete: "Dies ist ein normaler demokratischer Vorgang." Es gehe bei diesem Thema zudem um viel Geld - man solle nur daran denken, was die Vereine damit machen könnten.

SPD-Rat und 2. Vorsitzender des Fördervereins Jugendcafé Markus Stuhler freute sich über den Standort: "Man muss sich über einzelne Details noch Gedanken machen." Lauingens Hauptamtsleiter Martin Winkler sagte auf Anfrage der DZ, sobald der Antrag bewilligt sei, gehe es an die Realisierung des Projektes. »Kommentar Seite 27

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Martina Bachmann

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