Syrgenstein gibt viel Geld für den Nachwuchs aus Von Katharina Gaugenrieder
Syrgenstein Ein Krippenplatz für jedes dritte Kind unter drei Jahren – in Syrgenstein kein Problem. Denn in diesem Jahr hat die neue Kinderkrippe gleich neben dem Kindergarten ihre Türen geöffnet. Etwas mehr als eine Million Euro kostete der Neubau, dabei rechne man mit Zuschüssen von 786500 Euro, erklärte Bürgermeister Bernd Steiner am Montagabend auf der Bürgerversammlung in Staufen. Knapp sieben bis zehn Prozent Mehrkosten seien durch den Ausbau im Passivhausstandard angefallen. „Aber das macht sich schnell wieder in den Unterhaltskosten bemerkbar.“ Daneben wurde auch der Kindergarten für 337000 Euro generalsaniert. Das nächste Projekt liegt in Sichtweite: die Generalsanierung der Schule. „Die konnten wir leider in diesem Jahr noch nicht angehen“, erklärte Steiner. „Aber wir wollen sie sofort umsetzen, sobald wir von der Regierung von Schwaben den vorzeitigen Baubeginn genehmigt bekommen.“
Ein Hort in der Schule
Die Kommune geht von einer Förderung in Höhe von 604000 Euro, was einem Fördersatz von 45 Prozent entspricht, aus. Im Zuge der Generalsanierung solle dann auch eine Mittagsbetreuung und ein Hort in einem Teil der Schule angesiedelt werden, so der Rathauschef.
Auf die Frage eines Bürgers erklärte Steiner, dass man auch in der Jugendarbeit nach Lösungen suchen müsse. „Die Bauwagen sind keine Dauerlösung, man müsste hier überlegen, einen Jugendtreff zu etablieren.“ Doch zunächst einmal stehe die Generalsanierung der Schule im Fokus. Die Investitionen in die Jugend, so Steiner, hätten auch ihren Einfluss auf die Finanzen der Gemeinde gehabt. „Das geht nicht ganz ohne Kreditaufnahme.“ Hilfreich sei dabei aber, dass die Gewerbesteuer im Jahr 2011 stärker sprudle, als gedacht. Mit knapp 600000 Euro erwartet die Gemeinde etwa 150000 Euro mehr, als im Etat veranschlagt. Gleichzeitig informierte Steiner auch darüber, dass die Firma Hauff-Technik das Gewerbegebiet in Landshausen verlassen wird. Dafür erweitere die Firma Würth Logistik mit einem Logistikzentrum.
Mit Staatsforst reden
In der Diskussion kam die Sprache auch auf einen Weg am Waldrand von Staufen, der seit Kurzem nicht mehr begehbar ist. Hierzu erklärte Bürgermeister Steiner, dass der Weg über ein Privatgrundstück gelaufen sei, und dass dessen Besitzer diesen nun verfüllt habe.
Steiner sagte zu, mit dem Staatsforst zu reden, um eventuell den nun zugewachsenen alten Holzabfuhrweg am Waldrand wieder zu reaktivieren.
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