Experten raten zu vitaminreicher Ernährung, um die Minustemperaturen ohne Erkältung zu überstehen. Sport ist erlaubt
Von Simone Bronnhuber und Yvonne Salvamoser
Landkreis Gute Ratschläge, wie man Unfälle auf vereisten oder schneeglatten Wegen vermeidet, gibt Annemarie Schüle nicht. „Darauf verzichten wir“, sagt die Krankenschwester in der Notaufnahme des Dillinger Krankenhauses mit einem Lächeln. Wer, wie einige ihrer Patienten, mit Prellungen oder Brüchen die Klinik verlasse, der passe von selbst besser auf und sei vorsichtig.
Prellungen und Brüche
Jetzt, wo die Temperaturen im Landkreis auf bis zu minus 20 Grad fallen, kommen mehr Leute, die sich bei Stürzen verletzt haben, in die Notaufnahme. Etwa fünf mehr solcher Patienten versorgen die Ärzte und Schwestern in der Dillinger Klinik pro Tag, bandagieren Prellungen, behandeln Brüche. Wegen Erfrierungen habe laut Schüle in diesem Winter noch niemand ihre Dienste in Anspruch genommen. Bei Erkältungen halte sich die Zahl der Hilfesuchenden im für diese Jahreszeit normalen Rahmen.
Und diesen kann man vorbeugen: Vitamin C stärkt die Abwehrkräfte. „Schon in einer halben roten Paprika steckt so viel Vitamin C, wie man am Tag braucht“, sagt Angela Blind, Ernährungsberaterin der AOK. Dazu rät sie, vitaminreiches Gemüse wie Kohlrabi, Karotten oder Feldsalat zu essen. Viel frisches Obst sorge für einen Vitaminschub. Sie selbst bereitet sich oft aus Bananen, Kiwis, Orangen und Äpfeln einen leckeren Smoothie zu. „Zur Not geht auch Multivitaminsaft, wenn man kein Obst mag“, erklärt Blind. Als Kompott gekocht sei es dagegen weniger ratsam, da dabei Vitamine zerstört werden. Vitamin C zum Beispiel sei hitze- und lichtempfindlich. Darüber hinaus sollte man darauf achten, genügend Eiweiß zu sich zu nehmen. Denn daraus werden Abwehrkräfte gebildet. Ein bis zwei Produkte mit tierischem Eiweiß, zum Beispiel Fisch oder Joghurt, pro Tag – insgesamt 50 Gramm – seien ideal. Vegetarier sollten etwa Mahlzeiten mit Hülsenfrüchten zubereiten.
Durch die Nase atmen
Auch Dr. Matthias Schneider von der Dillinger Schwaben-Apotheke bestätigt: „Wir haben mehr Nachfrage nach Medikamenten zur Vorbeugung.“
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