Mödingen Sachlich verlief die Bürgerversammlung im Vereinsheim in Mödingen. Einziger Aufreger: Die Kostenverteilung für den neuen Kanal in der Ortsdurchfahrt Mödingen, der rund 450 000 Euro kosten wird.
So kam bei der Diskussion am vergangenen Mittwochabend die Anregung aus dem Zuhörerkreis, dass die Summe doch über die Abwassergebühren verrechnet werden solle. Dies gefiel jedoch Bürgermeister Walter Joas nicht so sehr, da dann die Gemeinde für die Kosten in Vorlage gehen müsste und es Jahre dauern würde, bis die Summe über die Gebühren abbezahlt sei. "Doch bisher ist in Sachen Abrechnung der Kanalkosten noch nicht im Gemeinderat entschieden", sagte der Bürgermeister. Deshalb könne er darüber auch keine genaue Auskunft geben. Sicher sei, so der Rathauschef, dass im Zuge des Ausbaues der Ortsdurchfahrt mit Gehweg auch der Kanal in diesem Bereich erneuert werde.
Die Kosten für die Straßenbaumaßnahme bezifferte Walter Joas mit rund 885 000 Euro, wobei nach Abzug der Zuschüsse von Freistaat und Landkreis für die Gemeinde rund 145 000 Euro an Kosten anfallen werden. Auf die Frage, ob mit der Tiefbaumaßnahme nicht auch Stromkabelschächte und Wasserleitungen erneuert werden sollten, sagte Joas, dass er in dieser Sache bereits mit den Versorgern in Verbindung stehe. Auf die Anregung aus dem Versammlungskreis, Überlegungen über die Zukunft des Dorfes anzustellen, sagte der Bürgermeister, dass dies bereits im Gemeinderat in Ansätzen angesprochen wurde, doch seien mittelfristig die angesprochenen Maßnahmen vordringlich durchzuführen.
Den Ort neu vermessen
Begonnen hatte Joas seine Ausführungen mit einem Rückblick auf durchgeführte Maßnahmen im vergangenen Jahr. Dabei erwähnte er die Sanierung des Schulhofes an der alten Schule, die Erweiterung der Ortsstraßenbeleuchtung um 27 neue Energiesparlampen sowie die Kataster-Neuvermessung von Mödingen, die letztmals vor 180 Jahren durchgeführt worden war. Des Weiteren sei ein neuer Internetauftritt für die Gemeinde geplant. Drei Anfragen für die Errichtung von Fotovoltaikanlagen auf Freiflächen seien vom Ratsgremium erneut abgelehnt worden.
Den Gesamthaushalt 2010 bezifferte der Bürgermeister im Ansatz mit rund 1,4 Millionen Euro, wobei im Einkommen- und Gewerbesteuerbereich mit Mindereinahmen von jeweils über 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr gerechnet werde. Schulden werde die Gemeinde nicht machen, den Zins- und Tilgungsplan aber planmäßig bedienen.
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