Höchstädt (mia) - Am Höchstädter Marktplatz laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren. Während die Einzelhändler sich in die Planungen nicht eingebunden fühlen (DZ berichtete), übt Rudolf Kimmerle Kritik an den hohen Kosten für die Umgestaltung. Nach Angaben der Stadt soll das Projekt mit Brunnen rund eine Million Euro kosten. "Wenn ich den Plan sehe, frage ich mich, wo ist das Geld geblieben?", erklärt Kimmerle gegenüber der DZ.
Besser in Kanal investiert
Er vertritt die Ansicht, dass viel Geld in den Sand gesetzt werde für ein umstrittenes Projekt, das ein Großteil der Bürger von Höchstädt ablehne. Das Geld hätte anderweitig, zum Beispiel für den Kanal, besser verwendet werden können, erklärt Kimmerle. Schon vor drei Jahren habe er das Angebot gemacht, die Kosten für einen Brunnen zu übernehmen.
Inzwischen gibt es den Bürgerantrag, der u. a. zum Ziel hat, dass die Figur des heiligen Nepomuk an ihrem Standort bleibt und der Marktplatz neu geplant werde.
Hinfällige Beschlüsse
Kimmerle, 1. Vorsitzender des Fördervereins Stadt Höchstädt, bedauert in diesem Zusammenhang, dass mit Einreichen des Bürgerantrags die Bauarbeiten am Marktplatz nicht gestoppt wurden und der Stadtrat an seinen Beschlüssen festhält. "Der neue Pfarrhof wird abgerissen. Auch der hatte beim Bau eine Mehrheit im Stadtrat, genau, wie die drei alten Brunnen in der Stadt mit Beschluss abgebrochen wurden", stellt Kimmerle fest. Am Montag (19 Uhr, Rathaus) beschäftigt sich der Höchstädter Stadtrat mit der Zulässigkeit des Bürgerantrags, der von 1530 Bürgern unterschrieben wurde. Die rechtliche Prüfung hatte dabei das Landratsamt übernommen. "Die Entscheidung über den Antrag liegt selbstverständlich bei der Stadt", betont Bürgermeisterin Hildegard Wanner.
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