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18. Juni 2010 19:20 Uhr

Lückenschluss, Marktplatz, Schülerheim

Höchstädt Vor einem Jahr, als heftig über die B 16-Trassen in Höchstädt diskutiert wurde, gab es bei der Bürgerversammlung im Pfarrheim St. Josef keinen freien Platz mehr. Am Donnerstagabend war dies anders. Nur 23 Besucher, davon etwa die Hälfte Stadträte und keine einzige Frau, folgten den Ausführungen der Bürgermeisterin Hildegard Wanner, die sich ebenfalls über den Hörerschwund wunderte: "Vielleicht liegt es ja an der Fußball-WM."

Wanner blickte auf "ein gutes Jahr 2009" mit vielen Investitionen zurück. "Höchstädt hat eine gute Entwicklung genommen." Die Rathauschefin nannte Projekte wie die Eröffnung der Entlastungsstraße "Lückenschluss", die Gestaltung des Marktplatzes mit dem neuen Josephsbrunnen und die Einweihung des neuen Internats des Landkreises, für das die Stadt bei Kosten von rund 500 000 Euro ein erschlossenes Baugrundstück zur Verfügung gestellt habe.

Wanner lobte als Beispiele für "Bürgersinn" die Eröffnung der Ausgabestelle der "Dillinger Tafel" im Feuerwehrgerätehaus. Wie berichtet, werden dort auf die Initiative des evangelisch-lutherischen Gemeindevereins und der katholischen Kirche jeden Dienstag von Ehrenamtlichen Lebensmittel an Bedürftige ausgegeben. Die Rathauschefin dankte auch Stadtrat Lorenz Kollmann, der durch seine großzügige Spende die Restaurierung der Josephsfigur des früheren Marktplatzbrunnens ermöglicht hat. Das Original soll in Kürze im Schloss aufgestellt werden. Allerdings sei der Platz noch nicht gefunden, an dem die schwere Figur stehen kann.

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In der Diskussion sorgten sich Richard Miller und Wilhelm Glogger um die Sicherheit von Fußgängern und Radlern am Schipfelring. Stadtbaumeister Thomas Wanner kündigte an, dass der Kreis in absehbarer Zeit für Verbesserungen sorgen werde. Bernhard Veh klagte nach der Eröffnung des Lückenschlusses über die zunehmende Verkehrsbelastung in der Lutzinger Straße. Lkw fahren seinen Worten zufolge nicht vom Schipfelring über den Kreisel beim Autohaus Heppner zur B 16 in Richtung Donauwörth, sondern nehmen den Weg über den Mühlenkreisel.

Zu Stoßzeiten sei der Lückenschluss "eine Riesenentlastung", sagte Stadtrat Günter Ballis. Dennoch seien noch zu viele Lkw durch die Innenstadt unterwegs. Dies liege daran, dass die Navis nicht auf dem neuesten Stand seien. (bv)

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