Höchstädt (vN, pm) - Die Initiative Marktplatz Höchstädt hat bei ihrer jüngsten Besprechung laut Vorsitzendem Rudolf Kimmerle erkannt, dass ihr Vorhaben für ein Bürgerbegehren faktisch zu spät gekommen ist. Trotzdem bleibe es dabei, dass mehr als die sich per Unterschrift erklärten 1500 Unterzeichner in der Stadt das Vorhaben unterstützten. Deshalb, so Kimmerle gestern im Gespräch mit unserer Zeitung, werde man nun auch prüfen, ob ein zweites Bürgerbegehren Sinn mache. Dabei soll angestrebt werden, den Josefsbrunnen anstelle des neuen zu setzen und die Kosten von der Initiative zu übernehmen.

Die 33 anwesenden Geschäftsleute stellten laut Pressemitteilung fest, dass man eigentlich nicht zu spät dran gewesen wäre, denn niemand habe voraussehen können, dass sich die Bürgermeisterin über die Stimmen von 1500 Bürgern hinwegsetze und den Baubeginn sogar noch vorverlege, "um möglichst schnell Fakten zu schaffen, die man nicht mehr ändern kann".
Wirtschaftliche Haushaltsführung sei mit ein Hauptgrund für den Widerstand gegen den Umbau gewesen: "Der komplette Umbau war und ist überflüssig und es werden sinnlos Steuergelder vergraben, ohne Nutzen für die Zukunft. Im Gegenteil, es sind sogar massive Nachteile insbesondere für die umliegenden Geschäfte zu erwarten."
Kimmerle: "Von unserer Seite aus wäre es jetzt unwirtschaftlich, unser Bürgerbegehren weiter zu verfolgen, um eine Umplanung zu erreichen. Trotzdem werden wir diesen Schritt überprüfen lassen." Der Unternehmer fährt fort: "Es ist schon kurios, dass man erfährt, dass die Arbeiter und auch der Bauleiter auf Fragen der Nachbarn, was hier geschieht, mit niemandem sprechen dürfen. Sie haben alle ein Stillhalteabkommen unterschreiben müssen."
Den Josephsbrunnen bauen
Die Initiative stehe dazu, dass sie den Josefsbrunnen bauen wolle und sämtliche Maßnahmen, die damit verbunden sind, auch bezahlen. Wenn nun dazu aufgefordert werde, in den Läden am Marktplatz nicht mehr einzukaufen, dann sei dies das Dümmste.
Rudolf Kimmerle frägt: "Bauen wir den Marktplatz, damit wir einen Marktplatz haben, den niemand mehr betritt und auf dem die Fenster und Schaufenster mit Papier zugeklebt sind?" Und er fügt an: "Wenn wir als Förderverein der Stadt helfen wollen, dann bitten wir alle, unterstützt unsere Geschäfte."
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