Höchstädt (bv) - Für mehr Sicherheit am Schipfelring macht sich die Bürgerinitiative "B16-Bahntrasse - nein danke" stark. Fußgänger und Radfahrer sollten dort künftig Vorrang gegenüber Autos und Lkws haben, heißt es in einem Schreiben des Vorsitzenden Siegfried Behringer an die Mitglieder des Höchstädter Stadtrats. Das für die Kreisstraße zuständige Landratsamt habe bereits signalisiert, dass die Verkehrsregelung geändert werde. Stadtbaumeister Thomas Wanner informierte am Montagabend in der Höch-städter Stadtratssitzung, dass auch das Staatliche Bauamt eingeschaltet sei. In absehbarer Zeit sollen Zebrastreifen für mehr Sicherheit von Fußgängern und Radlern sorgen. Die weiteren Themen:
Klage über Wildverbiss
l Wald: Förster Hermann Rupp vom Amt für Landwirtschaft und Forsten in Wertingen gab einen Überblick über das Wirtschaftsjahr 2008/2009 im Spitalwald (170 Hektar) und Stadtwald (220 Hektar). Er berichtete von einem verhaltenen Einschlag und sinkenden Holzpreisen. Der Holzeinschlag im Wald der Hospitalstiftung lag bei 1179 Festmetern (fm), im Stadtwald waren es 592 fm. 2010 sollen im Stadtwald 500 fm geschlagen werden, im Spitalwald 400 fm. Rita Oberfrank sagte, dass der Wildverbiss in den städtischen Wäldern auffällig hoch sei. Die Untere Jagdbehörde am Landratsamt müsse die Abschussplanung der Jäger kontrollieren, forderte Simon Wetschenbacher.
Günter Ballis wies auf die Erderwärmung von mindestens zwei Grad in den nächsten 50 Jahren hin. Es könnten deshalb keine Fichten mehr gepflanzt werden. Ballis forderte "noch mehr Pflegemaßnahmen" ein: "Ziel der Stadt muss es sein, das Minus in unserer Waldwirtschaft in ein Plus zu verwandeln." Förster Rupp zeigte sich überzeugt, dass bei der Waldbewirtschaftung in Höchstädt schwarze Zahlen geschrieben werden. Allerdings seien in der Vergangenheit Personalkosten in die Bilanz eingerechnet worden, die nichts mit der Waldbewirtschaftung zu tun hätten.
l Brennholz: Die Brennholzpreise bleiben in Höchstädt nach dem Willen des Rats nahezu unverändert. Nur bei Erle und Linde kostet der Ster künftig 30 Euro (bisher 28 Euro). Selbstwerber müssen künftig nachweisen, dass sie einen Motorsägekurs absolviert haben.
l Städtebauförderung: Den Förderbedarf im Rahmen des Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramms hat der Stadtrat angemeldet. 2010 erwartet Höchstädt Fördermittel in Höhe von 923 000 Euro.
l Breitbandversorgung: Bei der Breitbandversorgung sei Höchstädt gegenwärtig "nicht schlecht dran", sagte Bürgermeisterin Hildegard Wanner: "Für die Zukunft sind wir aber nicht gerüstet." Die Leitungskapazitäten lägen bei einem bis sechs Megabit pro Sekunde, 50 Mbit/s sollten laut Wanner das Ziel sein. »Seite 31
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