Mittwoch, 19. Juni 2013

11. Mai 2012 08:33 Uhr

Informationsfahrt im Landkreis

Minister trifft auf fruchtbaren Boden

Helmut Brunner besichtigt Flur- und Dorferneuerungsorte

„Bayern hat sich immer dazu bekannt, der Landflucht entgegenzusteuern.“Staatsminister Helmut Brunner

Von Hertha Stauch

Gremheim Der Landkreis ist zurzeit ein begehrtes Ziel von hohen Staatsrepräsentanten: Letzte Woche war es der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, dem gestern Minister Helmut Brunner als Chef des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten folgte. Und wieder stand das schöne Zusam- und Donautal im Mittelpunkt – der Minister informierte sich über den Stand der Flurneuordnungs- und Dorferneuerungsverfahren, die derzeit laufen.

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Und er traf auf wahrhaft fruchtbaren Boden. Immer wieder bestaunte der Minister die saftigen Wiesen im Thürheimer Land und die fetten, tiefbraunen Ackerböden im Ried, die er so aus seiner Heimat, dem bayerischen Wald, nicht kennt. „Hier gibt es tatsächlich die blühenden Landschaften, vor dem 10. Mai können die Bauern schon silieren, das ist keine Notstandsregion“, sinnierte der Minister, als er im Rathaus Buttenwiesen angekommen war. Dort war ihm die Qualitätssicherung und -verbesserung der ländlichen Region ein Anliegen: „Bayern hat sich immer dazu bekannt, der Landflucht gegenzusteuern“, sagte Brunner. Und der Landwirtschaftsminister stellte sich hinter die Bedeutung des Bauernstandes: „Die Landwirtschaft war immer flexibel und hat sich den Herausforderungen der Gesellschaft angenommen.“

Dies erklärte er mit Blick auf die veränderten Erwerbszweige der Landwirtschaft, auf die auch Bürgermeister Norbert Beutmüller hingewiesen hatte. Er stellte Buttenwiesen mit seinen fünf Biogasanlagen, Solarfeldern und Fotovoltaikdächern als „Zentrum regenerativer Energien“ vor. Der Minister wiederum sprach sich für „vernünftige Rahmenbedingungen“ für Biogasanlagen aus und machte in diesem Zusammenhang auf das Problem der steigenden Pachtpreise für Ackerböden, auf denen Mais für die Anlagen angebaut wird, aufmerksam.

Wie sich die ländliche Region verändert hat, das wurde in Pfaffenhofen deutlich. Almhofbesitzer Albert Stöckinger schilderte die Geschichte seines Anwesens vom Obstplantagenbetrieb über die Bullenmast bis hin zum Ackerbaubetrieb und zur Pferdepension. Wie gut sich die Dorferneuerung auswirken kann, war in den Donau-Dörfern Blindheim und Gremheim zu erkennen, die der Minister inspizierte. Breite Asphaltflächen wurden dort in übersehbare Straßen mit blühenden Grünstreifen verwandelt und Gemeinschaftseinrichtungen für die Landwirtschaft geschaffen – vom Fahrsilo bis zur Maschinenhalle.

Wie Natur- und Landschaftsschutz sich mit extensiver und intensiver Landwirtschaft ergänzen können, dafür gab Erna Sing von der Neuschwaige bei Gremheim dem Minister ein Beispiel. Ihre Angusrinderherde grast zuverlässig die Flutmulden an der Donau ab – und erspart dem Bauern das Mähen.

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