Bad Wörishofen/Wertingen (WZ) - Wertingens Altbürgermeister Dietrich Riesebeck bezog am gestrigen Montag in seiner neuen Wahl-Heimat Bad Wörishofen Stellung zum Strafverfahren gegen seine Person. Die Gewährung des Darlehens an die Firma "Metallbau Krauß" sei mit der zuständigen Aufsichtsbehörde, dem Landratsamt Dillingen und mit dem damaligen Landrat Dr. Anton Dietrich abgesprochen gewesen. Die Wirtschaftsförderung wurde vom Landratsamt gebilligt und mitgetragen. Auch die Öffentlichkeit, so Riesebeck, wurde von der Vorgehensweise der Stadt informiert.
Bad Wörishofen/Wertingen (WZ) - Wertingens Altbürgermeister Dietrich Riesebeck bezog am gestrigen Montag in seiner neuen Wahl-Heimat Bad Wörishofen Stellung zum Strafverfahren gegen seine Person. Die Gewährung des Darlehens an die Firma "Metallbau Krauß" sei mit der zuständigen Aufsichtsbehörde, dem Landratsamt Dillingen und mit dem damaligen Landrat Dr. Anton Dietrich abgesprochen gewesen. Die Wirtschaftsförderung wurde vom Landratsamt gebilligt und mitgetragen. Auch die Öffentlichkeit, so Riesebeck, wurde von der Vorgehensweise der Stadt informiert.
Einen Beirat gegründet
Bevor man die 750 000 Mark bewilligte, seien Vertreter der beiden am stärksten engagierten Banken, die damalige Genossenschaftsbank Wertingen und die Kreissparkasse Dillingen, der Steuerberater und der Wirtschaftsprüfer der Firma Krauß und ein extra vom Stadtrat beauftragter Wirtschaftsberater aus Reutlingen gefragt worden. "Ferner wurde auf Wunsch der Banken und der Stadt ein Beirat ins Leben gerufen, dem ich als Vertreter der Stadt angehörte", erinnert Riesebeck an das Jahr 1999. Dass 2203 die Firma unerwartet und völlig überraschend Insolvenz anmelden musste, habe keinen Bezug zu den Schwierigkeiten vier Jahre früher gehabt, meint der Altbürgermeister.
Riesebeck verweist auch auf die Tatsache, dass die Stadt Wertingen seit 1972 während seiner Amtszeit - also 30 Jahre lang - indirekte Wirtschaftsförderung betrieben habe. Dies geschah mit großem Erfolg; weit über 2000 neue Arbeitsplätze wurden dadurch geschaffen. Die Wirtschaftsförderung sei aber nie seine alleinige Idee gewesen, sondern Wunsch und Wille aller Stadtratsfraktionen. Pikant: Unter anderem habe laut Riesebeck auch die Wertinger Firma vom Programm profitiert, welche ihn bei der Justiz angeschwärzt habe.
Den vom Amtsgericht ausgesprochenen Strafbefehl gegen seine Person hält Riesebeck auf einen Angriff auf die kommunale Selbstverwaltung. "Wenn die Auffassung des Richters richtig wäre, könnten die Kommunen in Zukunft keine direkte Wirtschaftsförderung betreiben. Dies ist nach meiner Überzeugung gerade in der heutigen Zeit der Bankenkrisen und der Firmenkonkurse in keiner Weise haltbar", so der Altbürgermeister. In dem ehemaligen Firmengebäude von "Metallbau Krauß" ist seit gut einem Jahr die Ulmer Firma Eitle untergebracht. Mit circa 60 Mitarbeitern werden Glas- und Metallbauaufträge an Land gezogen und umgesetzt.
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: