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09. Juli 2009 19:00 Uhr

Mit Südtrasse von Höchstädt "abgehängt"

Sonderheim (mia) - Bürgerversammlung, die Fünfte. Auch in Sonderheim kreiste am Mittwochabend die Diskussion um die Trassen für die B16 neu von Höchstädt. Hatte Bürgermeisterin Hildegard Wanner bei der Informationsveranstaltung in Deisenhofen noch ein Heimspiel, so geriet sie in Sonderheim im Gasthof "Zur alten Donau" ein wenig in Erklärungsnot. Durch die Südtrasse, für die auch die Rathauschefin gestimmt hatte, fühle sich der Stadtteil "abgehängt", war das Urteil der Bürger von Sonderheim.

Sonderheim nicht auf der Karte

Das werde schon auf dem Trassenplan deutlich, meinte Gertrud Gerstmayer. Sonderheim ist auf der Karte des Staatlichen Bauamts gar nicht eingezeichnet. Die Kritik komme zu Recht, bekundete Bürgermeisterin Wanner, die Stadt sei für die Karte nicht verantwortlich. Doch das Detail versetzt den Bürgern von Sonderheim einen Stachel. "Im Norden regen sie sich auf über 600 Meter Entfernung zur Trasse, wir sind 300 Meter weg", bekräftigte Gertrud Gerstmayer ihre Kritik.

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Die Entscheidung der Stadtratsfraktionen CSU und Umland für die Südtrasse fand in Sonderheim keine Begeisterung. "Warum haben Sie für die Südtrasse gestimmt?", wollte einer der Bürger von Hildegard Wanner wissen. "Weil der Süden die größte Entlastung für den Verkehr bringt", war die Antwort. Wo die umweltverträgliche Südtrasse verlaufen sollte, konnte die Bürgermeisterin nicht sagen. "Das Bauamt entscheidet, wo eine umweltverträgliche Südtrasse verläuft", so Wanner.

Die Sonderheimer gingen mit den Stadträten hart ins Gericht: Der Stadtrat sei in seiner Entscheidung für die Südtrasse wegen der Bürger von Deisenhofen umgefallen, "deren Lobby ist größer als unsere. Wir sind nur 200 Bürger." Die Verkehrszählung, die für die Südtrasse spricht, zweifelte Siegbert Pollithy an. Nach Öffnung der Spange Kicklingen-Fristingen würden viele nicht mehr über Höchstädt fahren. Eine neue Verkehrszählung regten auch andere Bürger an. Die Zahlen aus den Jahren 2003 und 2005 würden der Realität nicht mehr entsprechen. Siegbert Pollithy hielt die Zahlen für schlichtweg "getürkt".

Kritik gab es für die Abwesenheit von zwei Stadträten bei der Abstimmung zur Trasse. "Das wäre anders ausgefallen", meinte Rupert Lippert. Die Frage nach einer umweltverträglichen Nordtrasse erhob Karl-Heinz Hitzler. Wanner betonte, der Bahntrasse nicht das Wort reden zu wollen. Hier gebe es bereits die Röhre und den Lückenschluss und das Sportgelände könnte so bleiben. »Kommentar Seite 19

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