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13. Januar 2010 18:30 Uhr

Neuer Kindergarten: Pfarrhof wird im Frühjahr abgerissen

Höchstädt Ein großes Projekt wird die Stadt Höchstädt im Frühjahr beginnen: Der neue Pfarrhof, eine Bausünde aus dem Anfang der 70er Jahre bei der Stadtpfarrkirche, wird abgerissen und dem Neubau des Kindergartens "Don Bosco" weichen. 2011 muss das Gebäude fertig sein, denn Höchstädt erhält dafür Geld aus dem Konjunkturpaket II. Darüber informierte Bürgermeisterin Hildegard Wanner in der jüngsten Stadtratssitzung bei ihrem Ausblick auf die 2010 geplanten Projekte.

Neuer Kindergarten: Pfarrhof wird im Frühjahr abgerissen
Foto: ALFA

Baukosten: 2,8 Millionen Euro

Stadtbaumeister Thomas Wanner erläuterte auf Anfrage, dass die Kosten für den Kindergarten und die Kinderkrippe etwa drei Millionen Euro betragen. Nach dem Abriss des Pfarrhofs soll im Mai der Start für den Neubau des Kindergartens sein. Anfang 2011 werden die Buben und Mädchen des Don-Bosco-Kindergartens in die neuen Räume umziehen. Dann wird auch mit dem Bau der Kinderkrippe begonnen. Auf dem Gelände des bisherigen Kindergartens Don Bosco, der sanierungsbedürftig ist und ebenfalls abgerissen wird, entsteht ein großer, zentrumsnaher Parkplatz.

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Die Finanz- und Wirtschaftskrise, so die Bürgermeisterin, wirke sich auch in Höchstädt aus. Die Stadt muss sich auf niedrigere Einnahmen einstellen, sagte Hildegard Wanner, die auch Bezirksvorsitzende des Bayerischen Gemeindetags ist. 2010 werde Höchstädt allerdings noch mit einem blauen Auge davonkommen, düsterer seien die Aussichten für 2011. Bei der Einkommensteuer beträgt der Einbruch in diesem Jahr 448 000 Euro gegenüber 2009. Allerdings bleiben die Schlüsselzuweisungen stabil. Mit dem Zuwachs von 750 000 Euro bei der Gewerbesteuer (insgesamt etwa 1,7 Millionen Euro) könne das Minus jedoch kompensiert werden.

Weitere wichtige Projekte: 2010 soll laut Wanner das Grundstück des alten Internats verwertet und Bauplätze in Deisenhofen erschlossen werden. Probleme gibt es, wie berichtet, mit dem Landratsamt und dem Bund Naturschutz bei der Erschließung des Gewerbegebiets "Dillinger Straße Nord", weil die Ausgleichsmaßnahmen für die Fledermäuse zu spät verwirklicht worden seien (DZ berichtete).

Wanner ging auf die Finanznot anderer Kommunen ein, die Hallenbäder schließen mussten oder die Badetemperatur zurückfuhren. Im Höchstädter Hallenbad habe man auch dank der energetischen Sanierung mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket die Betriebskosten senken können. Dies sei die Basis dafür, "diese beliebte Einrichtung" erhalten zu können.

Weitere Entlastungsstraße?

Nach der Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums für die B16 neu im Norden Höchstädts müsse die Stadt auch das Problem mit dem Verkehr aus dem Wertinger Raum lösen und selbst für eine Entlastung sorgen. Auch hier sei die Solidarität aller Stadträte gefragt.

Stadtrat Günter Ballis (FDP) sagte, dass der Lückenschluss noch besser angenommen werden könnte. Er habe mit dem Maschinenring vereinbart, dass Zuckerrübentransporter über die neue Umgehung fahren sollen.

Die Bürgermeisterin forderte am Ende grundsätzlich Geschlossenheit ein: "Ziehen wir gemeinsam an einem Strang, auf ein gutes Jahr 2010!"

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