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13. Oktober 2009 19:35 Uhr

Neuer Kindergarten für drei Millionen Euro

Höchstädt Das Konjunkturpaket II macht es möglich: Der in die Jahre gekommene Kindergarten Don Bosco kann neu gebaut und um eine Kinderkrippe erweitert werden und dafür sind rund 1,6 Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm zu erwarten. Am Montagabend stellte Hermann Moser (Büro Architektur und Städtebau Moser und Ziegelbauer, Nördlingen), die Pläne für die neue Kindertagesstätte im Höchstädter Stadtrat vor. Von Maria Leistner

Der jetzige Bau soll abgebrochen werden, der geplante Neubau wird auf der gegenüberliegenden Seite entstehen. Der Verlauf der Kirchgasse wird dafür in Z-Form geändert. Auf dem Gelände des jetzigen Kindergartens wird ein Parkplatz für 42 Fahrzeuge angelegt.

Im ersten Bauabschnitt soll der alte "neue" Pfarrhof abgerissen werden, der in der Stadt ohnehin schon lange als Bausünde angesehen wird. Etwas oberhalb wird dann der Neubau für den Kindergarten mit Platz für vier Gruppen errichtet. Dann werde der alte Kindergarten abgerissen und die Straße verlegt, erläuterte Hermann Moser die Pläne. Gegenüber der Kirche soll dort, wo das ehemalige Lipp-Anwesen stand, ein kleiner Kirchplatz entstehen. "Er soll für die Allgemeinheit zugänglich sein", sagte Moser. Während der Bauzeit im ersten Abschnitt wird der Betrieb im Kindergarten für neun bis zwölf Monate in einem Provisorium ablaufen.

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Im zweiten Bauabschnitt soll dann die Kinderkrippe für drei Gruppen gebaut werden. "Das ist aber erst realisierbar, wenn der derzeit bestehende Kindergarten weg ist", sagte Moser. Das Vorstellen der Pläne im Stadtrat diente lediglich zur Information, da Bauherr der Maßnahme die Katholische Kirchenstiftung ist. Beim Neubau vorgesehene Anbauten mit Blechdach fanden keine Zustimmung bei Reinhard Kunzmann: "Wir sollten nicht eine Bausünde beseitigen und eine neue schaffen." Günter Ballis fragte nach, ob denn der Pfarrhof vom Kinderlärm etwas abgeschirmt werde. Bürgermeisterin Hildegard Wanner stellte klar, bei der aktuellen Planung sei es darauf angekommen, das Raumprogramm unterzubringen. Mit den Details der äußeren Gestaltung werde sich ein Arbeitskreis beschäftigen.

Gemeinschaftsprojekt von Kirche und Stadt

Die reinen Baukosten für Kindergarten und -krippe bezifferte Moser mit rund 2,85 Millionen Euro. Dazu kommen Ausstattung (rund 240 000 Euro) und Honorare u. a. für Planer, Statiker, Haustechnik (18 Prozent der Baukosten). Noch keine Kostenschätzung gibt es für den Abbruch des alten Gebäudes, das Verlegen der Kirchgasse oder den Bau des Parkplatzes.

Über die Finanzierung der Maßnahme, die gemeinsam von Kirchenstiftung, Diözese und Stadt zu leisten ist, wurde in nicht öffentlicher Sitzung beraten. Auf Anfrage der DZ erklärte Bürgermeisterin Wanner, ein weiteres Gespräch sei für nächste Woche festgesetzt. "Die Zeit drängt. Bis 2011 muss der Kindergarten fertig sein", so Wanner.

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