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Landkreis Dillingen
17.11.2011

Prozess: Kranken Schafbock unnötig leiden lassen

Wegen Tierquälerei wurde ein 74-Jähriger verurteilt. Er verständigte keinen Tierarzt, als sein Schafbock sich verletzte und ließ das Tier unnötig leiden.
Foto: Alexander Kaya

74-Jähriger wegen Tierquälerei durch Unterlassung verurteilt.

Bäuchlings lag der Schafbock im Stroh. Das Tier war nicht mehr in der Lage aufzustehen, hatte eine handtellergroße Wunde an der Brust, die bis auf den Knochen des Brustbeins reichte. In dieser Situation fanden Mitarbeiter des Veterinäramtes das Tier im März dieses Jahres auf einem Hof in einer nördlichen Landkreisgemeinde vor. Nun stand der 74-jährige Halter des Tieres wegen Tierquälerei durch Unterlassung vor dem Amtsgericht in Dillingen. Er hatte gegen einen Strafbefehl Einspruch eingelegt.

Die Staatsanwaltschaft, vertreten durch Andrea Eisenbarth, warf ihm vor, dem Tier über längere Zeit Schmerzen zugefügt zu haben, weil er trotz dessen Verletzung keinen Tierarzt gerufen habe. Ein Vorwurf, den der Mann nicht auf sich sitzen lassen wollte. „Ich halte seit 35 Jahren Schafe und da ist noch nie etwas gewesen.“ Er gab an, die Wunde des Tieres nicht bemerkt zu haben. Weil ihm aufgefallen war, dass der alte Bock nicht mehr mit der Herde mitgekommen sei, habe er diesen zwei Tage vor der Kontrolle in den Stall gebracht und versucht, ihn wieder aufzupäppeln.

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